Versuchter Gefängnisausbruch: Ankläger fordert Haft

Zwickau (dpa/sn) - Im Berufungsprozess wegen Gefangenenmeuterei hat die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Zwickau mehr als drei Jahre Haft für die beiden Angeklagten gefordert. Die 23-Jährigen sollen im Oktober 2016 einen spektakulären Ausbruchversuch aus der JVA Zwickau unternommen haben. Einer der beiden soll gemeinsam mit einem dritten Täter durch eine manipulierte Essensklappe aus seiner Zelle geklettert sein. Der zweite Angeklagte - nach Ansicht der Anklage der «Kopf des Plans» - rief demnach unter einem Vorwand einen Wärter. Als dieser zum Haftraum der Männer kam, schlug ihn der mit damals 16 Jahren jüngste Täter mit einem Tischbein brutal nieder.

Der Jugendliche wurde in einem abgetrennten Verfahren bereits rechtskräftig zu fünfeinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt. Die beiden Männer hatten vom Amtsgericht Zwickau Ende Januar zwei Jahre und drei Monate beziehungsweise zwei Jahre und neun Monate bekommen. Dagegen hatten Anklage und Verteidigung Berufung eingelegt.

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