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Der Sonderpreis für das beste Volontärsprojekt Deutschlands geht an die Serie „Gehen oder Bleiben“ der „Freien Presse“. Wie die Jury der Konrad-Adenauer-Stiftung diese Auswahl aus 38 Teams begründet.
Die Volontäre der „Freien Presse“ haben beim Deutschen Lokaljournalistenpreis 2025 den Sonderpreis für Volontärprojekte gewonnen. Das Team aus Elisa Leimert, Alexandra Engert, Sabrina Seifert, Kirsten Erlebach, Johanna Klix und Jonas Patzwaldt wurde für das Projekt „Gehen oder Bleiben“ ausgezeichnet.
Der Deutsche Lokaljournalistenpreis wird seit 1980 jährlich von der Konrad-Adenauer-Stiftung vergeben und würdigt herausragende journalistische Leistungen im Lokaljournalismus. In diesem Jahr gab es insgesamt 281 Bewerbungen, davon 38 in der Kategorie Volontärprojekte. Der Hauptpreis ging an den Kölner Stadt-Anzeiger mit der Serie „100 Ideen für Köln“.
Das Projekt „Gehen oder Bleiben“ wurde von März bis April 2025 konzipiert und beschäftigte sich mit dem demografischen Wandel in Südwestsachsen. Die Idee entstand aus der eigenen Betroffenheit der Volontäre, da viele junge Menschen die Region vor dem Berufseintritt verlassen. Das Team wollte verstehen, warum das so ist und welche Perspektiven die Region auch für Rückkehrer bietet.
Warum verlassen junge Menschen die Region?
Im Rahmen der Serie entstanden 16 Beiträge, die sowohl online als auch in der gedruckten Zeitung veröffentlicht wurden. Zusätzlich wurden 15 Instagram-Beiträge erstellt, darunter vier Videos im Hochkantformat. In einem abschließenden Magazin mit einer Auflage von 2000 Exemplaren bündelten die Volontäre sieben Beiträge, die sie selbst an Hochschulen, Universitäten, Ausbildungsstätten und Kulturzentren verteilten.
Die Geschichten fanden die Volontäre über persönliche Kontakte, Aufrufe und bekannte Persönlichkeiten aus Sport und Kultur der Region. Die Serie erreichte schließlich große Resonanz mit zwischen 13.000 und 28.000 Aufrufen je Instagram-Video sowie über 100.000 Klicks im Online-Angebot.
Die Jury lobte die eindrucksvollen Geschichten über junge Menschen und das innovative Format. Das Projekt habe den Nerv der Menschen vor Ort getroffen und sei nah an den Menschen. „Die Beiträge wurden handwerklich und optisch gut umgesetzt“, heißt es in der Begründung weiter. „Ein rundum gelungenes Projekt, das zeigt: Guter Lokaljournalismus hat eine Zukunft.“ (jopa)





