VW-Betriebsratschefs warnen vor Imageverlust Sachsens

Chemnitz (dpa) - Vor den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen hat VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh vor einem möglichen Imageverlust der Region gewarnt. «Ich mache mir Sorgen, wie wir Deutschen künftig in der Welt gesehen werden», sagte Bernd Osterloh, Chef des VW-Konzernbetriebsrats der «Freien Presse» (Montag).

Schon jetzt hätten Fachkräfte aus dem Ausland Vorbehalte, in Sachsen zu arbeiten, sagte Jens Rothe, Betriebsratschef von VW Sachsen dem Bericht zufolge mit Blick auf den Umbau des VW-Werks in Zwickau zum Produktionsstandort für Elektrofahrzeuge. «Einige sind nicht gekommen, weil sie Angst davor hatten, dass ihre Familien hier nicht friedlich leben können.» Teils seien Mitarbeiter aufgrund von Bedenken auch ohne ihre Familien nach Sachsen gekommen - dies sei bei VW sonst unüblich, erklärte Rothe.

Das VW-Werk in Zwickau wird seit 2018 komplett auf die Herstellung von Elektroautos umgestellt. Von 2021 an sollen in Zwickau pro Jahr bis zu 330 000 E-Autos der Marken VW, Audi und Seat produziert werden. Die Gesamtinvestition am sächsischen Standort beziffert der Konzern auf rund 1,2 Milliarden Euro.

In Sachsen wird am 1. September ein neuer Landtag gewählt. Aktuellen Umfragen zufolge könnte die AfD stärkste Kraft werden.

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4Kommentare
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  • 1
    5
    DTRFC2005
    19.08.2019

    @Lesemuffel: Außer die Wissenschaftler usw. die im Fall einer Regierungsbeteiligung der AFD in Generalstreik treten. Sollte man vielleicht, nicht vergessen zu erwähnen.

  • 6
    1
    Zeitungss
    19.08.2019

    Ich fürchte, der BR-Chef denkt schon einen Schritt weiter und stellt fest, in welche Sackgasse sich VW-Mosel begibt. Hier taucht der Begriff Monokultur wieder auf, in diesem Fall für Mosel und deutschlandweit für die Industrie allgemein. Das Land kann nur noch AUTO, was an den aufziehenden dunklen Wolken erkennbar sein dürfte. Deutsche Entwicklungen stellt China & Co her und verkauft sie, ein Zustand der nicht vergessen werden sollte. Die Zulieferer sitzen ebenfalls mit im Boot, deren Verantwortliche heute noch fänchenschwenkend an der Sektparty teilnehmen.
    Die Investition für diese Flurförderfahrzeuge wäre in die Entwicklung einer brauchbaren Brennstoffzelle besser gewesen und würde beim Kunden auch mehr auf Begeisterung stoßen. Hier verschließt man auch bei VW allerdings die Augen und wartet auf den Sturm aus Fernost.

  • 13
    6
    Lesemuffel
    19.08.2019

    Wer sich als Autobauer um das Image von Sachsen kümmert, vernachlässigt offenbar das eigene Image.
    Die vielen Wissenschaftler, Forscher, Ärzte in DD, L, C fühlen sich in Sachsen wohl. Das hat er wohl noch nicht bemerkt?

  • 15
    9
    Hinterfragt
    19.08.2019

    Nun für den Imageverlust von VW ist sicherlich nicht die AfD verantwortlich ...

    Im Übrigen ein gelungenes Foto, das sagt einfach alles aus.



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