Waldorfschulen im Osten verbuchen Zulauf

Dresden (dpa/sn) - Das Interesse an Waldorfschulen ist nach Einschätzung des Bundesverbandes vor allem in den Städten groß. «Man könnte vielerorts leicht die doppelte Anzahl der Kinder aufnehmen», sagte Birgit Thiemann von der Region Mitte-Ost im Bund der Freien Waldorfschulen der Deutschen Presse-Agentur. «Gerade im Osten ist die Waldorfschulbewegung in Bewegung, da tut sich was», sagte Thiemann und verwies auf Neugründungen in den vergangenen Jahren in Dresden und Leipzig. Eine neue Waldorfschule entstehe derzeit in Chemnitz. Während der Markt im Westen gesättigt sei und die Schulen mancherorts um Schüler ringten, wachse das Interesse gerade in den ostdeutschen Städten.

Insgesamt gibt es derzeit 15 Waldorfschulen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Bundesweit sind es den Angaben zufolge 245 mit rund 88 000 Schülern. Weltweit gibt es laut Verband rund 1150 Waldorfschulen mit Zuwächsen vor allem in Asien und Lateinamerika.

Die Waldorf-Idee feiert in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag, 1919 wurde die erste Schule in Stuttgart unter der Leitung von Rudolf Steiner (1861-1925) gegründet. Bundesweit sind zahlreiche Veranstaltungen geplant, den Auftakt bildet die Dresdner Waldorfschule am 30. Januar im Deutschen Hygiene-Museum.

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