Wave-Gotik-Treffen der «Schwarzen Szene» startet in Leipzig

Leipzig (dpa/sn) - Ketten, Spitze, Leder, Schnüre - und vor allem viel schwarz: In teils bizarren, aufwendigen Kostümen und auffällig geschminkt haben die Teilnehmer des 28. Wave-Gotik-Treffens (WGT) am Freitag Leipzig erobert. Mehr als 20 000 Anhänger der «Schwarzen Szene» werden bis zum Pfingstmontag zu dem Musik- und Kulturfestival erwartet. 200 Bands und Solokünstler werden an etwa 40 Orten auftreten, wie die Veranstalter mitteilten. Zum Programm gehören Konzerte, Lesungen, Friedhofsführungen, Theateraufführungen und Mittelaltermärkte. Selbst Hochzeiten in den Katakomben des Neuen Rathauses der Messestadt sind vorgesehen.

Einen Höhepunkt bildete am Freitag wieder das Viktorianische Picknick im Clara-Zetkin-Park. Hunderte Teilnehmer kamen zum Essen, Trinken und Plaudern zusammen. Dort waren nicht nur schwarze Kostüme zu sehen, sondern auch Adel in opulentem Barock und mit weiß gepuderten Haaren. Nicht nur Teilnehmer bevölkerten den Park in der Innenstadt, auch zahlreiche Leipziger fanden sich ein, um das Geschehen zu bestaunen.

Seit 1992 trifft sich die Szene beim Musik- und Kulturfestival in Leipzig. Damals war es mit gerade einmal 2000 Teilnehmern gestartet. Nach anfänglicher Skepsis hat es sich fest etabliert. Auf die gestylten «Schwarzen», die auch wieder Cafés und Straßen der Stadt bevölkern, haben sich die Leipziger Bürger, Händler und Tourismusmanager längst eingestellt. Nach Angaben der Veranstalter ist es europaweit die größte Veranstaltung der Art.

«Das Stammpublikum ist etwas ins Altern gekommen», sagte ein Sprecher. Es bringe aber bereits die Kinder mit, so gebe es keine Nachwuchssorgen. Für deren Betreuung sei gesorgt.

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