Weitere Abschiebungen nach Tunesien und Südosteuropa

Abgelehnte Asylbewerber steigen im Rahmen einer Sammelabschiebung in ein Flugzeug.

Dresden (dpa/sn) - Sachsen hat weitere 45 ausreisepflichtige Asylbewerber abgeschoben. Ein Sammelcharter mit 17 Personen an Bord startete am Mittwoch nach Tunesien, wie das Innenministerium in Dresden mitteilte. Elf Abgeschobene lebten in Sachsen - acht von ihnen zuletzt im Gefängnis -, zwei in Nordrhein-Westfalen und je einer in Berlin, Bayern, Hessen und Hamburg.

Ein weiterer Sammelcharter aus Hessen in den Kosovo und nach Albanien hatte auch 34 Personen aus Sachsen an Bord. Mit den Rückführungen werde geltendes Asylrecht in die Tat umgesetzt, dessen Durchsetzung habe hohe Priorität, sagte Innenminister Roland Wöller (CDU). «Vor allem die Straftäter unter den Ausreisepflichtigen müssen unser Land schnell verlassen.»

Ende Juli waren nach Ministeriumsangaben in Sachsen 609 Tunesier, 331 Kosovaren und 232 Albaner zur Ausreise verpflichtet. Bis Dienstag wurden 124 Tunesier, 119 Kosovaren und 83 Albaner abgeschoben, 2017 waren es 137 Tunesier, 296 Kosovaren und 286 Albaner gewesen.

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