Weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest in Sachsen

Görlitz/Dresden (dpa/sn) - Die Zahl der nachgewiesenen Fälle von Afrikanischer Schweinepest in Sachsen hat sich weiter erhöht. Inzwischen sei die Infektion bei sieben Wildschweinkadavern oder Teilen von Kadavern nachgewiesen worden, teilte das Sozialministerium in Dresden am Donnerstag mit. Zudem gebe es einen weiteren Verdachtsfall der gefährlichen Tierseuche. Festgestellt wurden die Infektionen bei der gezielten Suche nach verendeten Tieren.

Ende Oktober war in der Gemeinde Krauschwitz (Landkreis Görlitz) der erste Fall der Tierseuche in Sachsen nachgewiesen worden. Sofort war eine Sperrzone eingerichtet worden, in der nach Fallwild gesucht wurde. Damit wollen sich die Behörden einen Überblick verschaffen, wie stark sich die Afrikanische Schweinepest bereits ausgebreitet hat.

Die Suche in einem 5500 Hektar großen Areal ist laut Ministerium abgeschlossen. Dort stammten die bisherigen Nachweise der Afrikanischen Schweinepest her. Zudem wurde noch ein 8000 Hektar großer Truppenübungsplatz der Bundeswehr durchsucht. Die Auswertung der Ergebnisse dort steht noch aus. Sie sollen laut Sozialministerium Anfang nächster Woche feststehen.

Die Afrikanische Schweinepest ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine aber fast immer tödlich. Hausschweine sind derzeit nicht betroffen.

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