Weniger Quecksilber: Energieversorger mit neuer Technologie

Chemnitz (dpa/sn) - Der Rauch aus Sachsens höchstem Bauwerk - dem Schornstein des Chemnitzer Heizkraftwerks Nord - soll künftig weniger umweltschädlich sein. Der Energieversorger eins energie in sachsen GmbH & Co. KG baut dort nach eigenen Angaben eine neue Technologie zur Reinigung des Rauchgases ein. Damit werde der Ausstoß von giftigem Quecksilber von 19 auf 10 Mikrogramm pro Kubikmeter gesenkt, sagte Geschäftsführer Roland Warner am Montag vor Journalisten.

Man werde dadurch die ab 1. Januar 2019 geltenden verschärften Grenzwerte einhalten. «Das ist für uns eine Investition in die Zukunft, damit wir die sichere Nutzung der Braunkohle sicherstellen können», betonte Warner. Der Schornstein auf dem Gelände des Heizkraftwerks ist mit 301,80 Metern das höchste Bauwerk im Freistaat.

Nach Angaben des amerikanischen Herstellers Gore wird die Technologie erstmals in einem Kraftwerk in Europa eingebaut. Bisher gebe es lediglich eine Pilotanlage in Schkopau (Sachsen-Anhalt) sowie drei Anlagen in Polen und eine in Tschechien. In den USA seien acht Kraftwerke dergestalt ausgerüstet. «Wir schreiben Technikgeschichte in Europa», sagte Anwendungsingenieur Stefan Rämisch.

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