Wie weiter in Sachsen?

Die "Freie Presse" beantwortet die wichtigsten Fragen, um die es nach der Landtagswahl jetzt geht.

Dresden.

Nach der Wahl ist vor der Regierungsbildung: In Sachsen wird sich auch heute schon zeigen, wie konfliktbeladen die nächsten Wochen und Monate werden. In Berlin und Dresden treten zum einen die Spitzenleute vor die Presse. Zum anderen stehen auch Gremiensitzungen an, bei denen die ersten Weichen gestellt werden. Die "Freie Presse" beantwortet die wichtigsten Fragen, um die es in den nächsten Stunden und Tagen geht.

Wie schwierig wird die Regierungsbildung?

Natürlich gibt es mit der sogenannten Kenia-Koalition aus CDU, Grünen und SPD nur noch ein Bündnis, das über eine Mehrheit im Landtag verfügt und das Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nicht ausgeschlossen hat. Aber nun müssen erstmals in Sachsen gleich drei Partner zueinander finden - und das wird durchaus eine Herausforderung. "Das wird alles nicht von heute auf morgen gehen", hat Kretschmer nicht umsonst schon am Wahlabend gesagt.

Die CDU fremdelt bislang deutlich mit den Grünen, so wie die Grünen auch mit ihr fremdeln. Bisher hatten die Grünen besonders darauf vertraut, dass sie ein deutlich zweistelliges Ergebnis bekommen und die CDU so ein wenig vor sich hertreiben können. Mit 8,6 Prozent sieht die Sache aber schon anders aus. Bei den Sozialdemokraten dürfte die Lage ähnlich sein. Sie haben mit 7,7 Prozent ihr historisch schlechtestes Ergebnis in einem Bundesland eingefahren - und das nach fünf Jahren in der Regierung. Es dürfte die Koalitionsverhandlungen nicht eben erleichtern, dass drei Partner, die alle nicht ganz zufrieden mit ihrem Wahlergebnis sein können, daraus aber nun das Beste für ihre Klientel machen müssen.

Wie geht es weiter in der SPD?

Am Montagabend kommt der SPD-Landesvorstand zusammen. Natürlich wird über den Wahlausgang gesprochen. Es ist unwahrscheinlich, dass personelle Konsequenzen gezogen werden. Das hat einen einfachen Grund: Eine Alternative zu Parteichef Martin Dulig gibt es in Sachsen nicht - abgesehen von Petra Köpping, die aber ganz andere Pläne hat und bekanntlich für den Bundesvorsitz der SPD kandidiert. Dulig ist nach wie vor das bekannteste Gesicht der Sozialdemokraten im Freistaat und hat hohe Sympathiewerte. Selbst die kritischen Jusos, die gerne gesehen hätten, dass Dulig im Wahlkampf offensiver um Mehrheiten jenseits der CDU gestritten hätte, möchten den 45-Jährigen nicht infragestellen.

Auf der Wahlparty der SPD kam am Sonntag relativ schnell nach 18 Uhr das Gefühl auf, doch irgendwie mit dem Schrecken davongekommen zu sein. Die Sozialdemokraten wollen regieren, daran hat Dulig keine Zweifel gelassen. Wie sich die SPD zeitgleich allerdings erneuern und breiter aufstellen kann, ist etwas ganz anderes. Diese Frage muss aber nicht unmittelbar in den nächsten Wochen, sondern in den kommenden Jahren beantwortet werden. Denn Martin Dulig, das dürfte spätestens seit Sonntag klar sein, kann die SPD nicht alleine wiederbeleben.

Was fängt die AfD mit ihrer neuen Macht an?

Die AfD sonnt sich erst einmal in ihrem Erfolg. Mit Spitzenkandidat Jörg Urban ist sie der eigentliche Wahlsieger. Natürlich war auch von Parteimitgliedern darauf spekuliert worden, dass man endlich einmal regieren könnte. Aber Urban hatte seine Partei im Wahlkampf behutsam darauf vorbereitet, dass auch Oppositionsarbeit nichts Schlechtes sein muss. Vor allem, wenn mit Kenia eine Koalition regiert, die über erhebliche Binnenspannungen verfügen kann.

Die AfD hat nun im Landtag ausreichend Sitze vorzuweisen, um alleine Untersuchungsausschüsse einsetzen zu können. Sie hat bereits angekündigt, dass sie davon auch Gebrauch machen wird. Unter anderem soll sich ein Untersuchungsausschuss der Frage widmen, wie es zur Entscheidung des Wahlausschusses kam, die Landesliste der AfD zusammenzustreichen.

Was ist mit der Linken?

Gemessen am Wahlergebnis von 2014 hat sie so viel verloren wie keine andere Partei in Sachsen. Durch die Fast-Halbierung ist sie nun auf das PDS-Niveau von 1990 zurückgeworfen worden. Statt 27 Abgeordneten werden nur noch 14 - darunter neun Frauen - im neuen Landtag sitzen. Die Rolle der Oppositionsführerin, die die Partei seit 1999 inne hatte, werden die Genossen beim Zustandekommen einer Kenia-Koalition der nun fast dreimal so starken AfD überlassen müssen. Die Kreisverbände Vogtland, Meißen, Bautzen, Zwickau und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge stehen ohne eigene Abgeordnete da. Es gilt als sicher, dass Spitzenkandidat und Fraktionschef Rico Gebhardt den Weg für einen personellen Neuanfang frei machen wird. Infrage kommen könnte für die Fraktionsspitze die Chemnitzerin Susanne Schaper. Es ist aber auch ein Überraschungskandidat wie der Leipziger Marco Böhme denkbar. Heftig zu knabbern haben dürfte die neue Fraktion auf jeden Fall am Verlust gestandener Abgeordneter wie André Schollbach, Verena Meiwald, Jana Pinka und Enrico Stange.

Wie sieht es bei den anderen Parteien mit dem neuen Landtagspersonal aus?

Mit 10 statt 18 Abgeordneten muss auch die SPD fast eine Halbierung hinnehmen. Als einziger Neuling ist der parteilose Frank Richter dabei, nicht geschafft haben es hingegen etwa Juliane Pfeil-Zabel aus dem Vogtland und die Dresdner Juso-Chefin Sophie Koch. Mit 45 statt 59 Abgeordneten um gut ein Viertel geschrumpft ist die CDU-Fraktion und damit so klein wie noch nie seit 1990. Mit Jens Michel kam ihr zudem der bisherige finanzpolitische Sprecher und mit Vogtländer Frank Heidan der wirtschaftspolitische Sprecher abhanden. Wie diese beiden verlor zwar auch der Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth sein bisheriges Direktmandat, schaffte es aber über die Liste doch noch in den Landtag. Die meisten Neulinge entsendet die AfD-Fraktion ins Parlament. Dabei handelt es sich immerhin um 31 ihrer nunmehr 38 Abgeordneten. Von der alten - nach dem Austritt Frauke Petrys und ihrer Getreuen auf neun Mitglieder geschrumpften - Fraktion sind sieben wieder dabei, nur die beiden bisherigen Frauen, Karin Wilke und Silke Grimm, fehlen.

Wieso gibt es künftig nur noch 119 Abgeordnete?

In der Sächsischen Verfassung ist im Artikel 41 geregelt, dass der Landtag "in der Regel aus 120 Abgeordneten" bestehe. In den vergangenen Jahren gab es Abweichungen nach oben, weil die CDU regelmäßig fast alle Wahlkreise gewann. Damit übertraf sie ihren Zweitstimmenanteil, weshalb der Konkurrenz Ausgleichsmandate zustanden. Dieses Mal aber gab es diesen Effekt nicht, die Union gewann nur noch 41 der 60 Wahlkreise, 15 gingen an die AfD, 3 an die Grünen und einer an die Linken. Dass nicht 120 Abgeordneten dem neuen Landtag angehören, hängt mit der Listenkürzung des Landeswahlausschuss zusammen: Eigentlich hätten der AfD 39 Sitze zugestanden, von denen sie durch die Beschränkung auf 30 Listenkandidaten und acht Wahlkreissieger, die nicht auf der Liste standen, letztlich jedoch nur 38 besetzen kann.

Was sind die nächsten Schritte in der Landespolitik?

Der Landtag muss sich spätestens bis zum 1. Oktober konstituieren. Alterspräsident dürfte mit Svend-Gunnar Kirmes derselbe CDU-Abgeordnete werden, der dieses Amt schon vor fünf Jahren bekleidete. Der Union steht als stärkste Kraft erneut der Posten des Landtagspräsidenten zu. Der bisherige Amtsinhaber Matthias Rößler hat es erneut in den Landtag geschafft und kann wohl damit rechnen, erneut von seiner Fraktion nominiert zu werden. Wählen muss ihn dann die Mehrheit des neuen Landtags.

Zur Wahlpräsentation: Alle Daten aus den Gemeinden und Wahlkreisen

Zum Nachlesen: Liveticker zur Landtagswahl

 

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24Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    3
    gelöschter Nutzer
    02.09.2019

    Ach Blacky, ja ja. Die AfD ist " rechtsextrem" und und die Grünen sind " bürgerlich". Alles klar.

  • 1
    0
    HHCL
    02.09.2019

    @Lesemuffel: Kolportieren bedeutet "Gerüchte verbreiten". Es gibt hier Ihrer Meinung nach also Leute, die vor der Wahl nur das Thema AfD als Gerücht verbreitet haben? Ich kann Sie beruhigen. Die AfD ist leider kein Gerücht.


    "... machen in ihren Feldzug gegen die einzige Partei, die keine Stimmen verloren hat ... "
    Die AfD war nicht die einzige Partei, die keine Stimmen verloren hat. Die Grünen und die FDP hatten auch Zuwächse (auch wenn es für die FDP nicht gereicht hat). Ihre Wahrnehmung ist schon sehr selektiv.


    "Verwenden sogar das Vokabular der NaziVerbrecher des untergegangenen sog. Dritten Reiches, indem sie das "Aufwachen" fordern."

    Wer hat hier Vokabular der Nazi-Verbrecher verwendet? (Ich gehe davon aus, dass solche Beiträge von der Freien Presse auch nicht freigeschaltet worden werden.) Was Nazi-Vokabular ist, können Sie bei Victor Klemperer nachlesen (LTI).

    Wer hat hier gefordert, dass das "Dritte Reich" aufwachen soll?


    "Beide sollten mal einen Nachholkurs in Sachen Demokratie besuchen."

    Sagt ausgerechnet jemand, für den andere Meinungen ein "Feldzug"
    sind?

  • 8
    7
    HHCL
    02.09.2019

    @1371270 Wenn Sie Widerspruch und andere Meinung grundsätzlich als absichtliches und missgünstiges Falsch-verstehen-wollen betrachten, wird es in der Tat schwierig.

    Sie können ja der Meinung sein, dass die AfD eine rein konservative Partei und damit quasi der natürliche Partner der CDU sei, nur müssen Sie dann eben auch akzeptieren, wenn andere und eben auch die CDU selbst nicht dieser Meinung sind.

    Kretschmer hat schon immer die Koalition mit der AfD ausgeschlossen und unter diesen Gesichtspunkten ist die CDU zur größten Fraktion gewählt worden. Warum sollte er jetzt also seinen Wählern auf einmal eine AfD-Koalition zumuten, die er vorher kategorisch ausgeschlossen hat? Nur um die zufrieden zu stellen, die nicht Ihn sondern die AfD gewählt haben?

    Schade, dass Sie zu Höcke und Co. nichts schreiben, denn genau da liegt der Knackpunkt, der diese Koalition verhindert. Unter AfD-Wählern ist das ja sehr beliebt diesen nicht unwesentlichen Teil der Partei zu ignorieren und klein zu reden um sich so vom Vorwurf Rechtsradikale zu unterstützen rein zu waschen. Es tut mir leid, das kann und will ich nicht ignorieren und diese Argumentation zeugt für mich von einer unglaublichen Gewissenlosigkeit. Aber auch das können Sie gern anders sehen.

  • 7
    12
    Lesemuffel
    02.09.2019

    Die beiden, die vor der Wahl nur das Thema AfD kolportiert haben, machen in ihren Feldzug gegen die einzige Partei, die keine Stimmen verloren hat, penetrant weiter. Sie konnten den Erfolg der Verhassten nicht aufhalten, nun lassen sie sich billig an deren Millionen Wählenden aus. Verwenden sogar das Vokabular der NaziVerbrecher des untergegangenen sog. Dritten Reiches, indem sie das "Aufwachen" fordern. Beide sollten mal einen Nachholkurs in Sachen Demokratie besuchen.

  • 10
    4
    HHCL
    02.09.2019

    @Interessierte: Habe ich das geschrieben?

  • 7
    11
    1371270
    02.09.2019

    HHCL - Ich habe nun wirklich keine Lust mehr, weiter missverstanden zu werden.
    Black.. - auch ständige Wiederholungen …. ach es reicht mir

  • 4
    16
    Interessierte
    02.09.2019

    HHCL - das Wahlergebnis ist reiner Zufall .......

  • 10
    11
    Meisterlein79
    02.09.2019

    Lustig immer die gleichen Verdächtigen hier. Das gestrige Wahlergebnis zeigt zuerst einmal, dass sich kein enormer Wandel vollzogen hat. Sachsen bleibt konservativ! Ja konservativ, die AfD ist nicht die NPD. Auch wenn hier durchaus Schnittmengen gegeben sind. Aber Schnittmengen haben ja auch die CDU und AfD, CDU und die anderen radikalen, wie heißen die nochmal, ach die Grünen. Fazit: Blau ist trotz der Listenkürzung mit ebenso einem blauen Auge davon gekommen, 1 Sitz weniger lässt sich verschmerzen und man kann sich als neue Volkspartei im Osten zumindest vorläufig präsentieren. Bei knapp über 27% aber nun einmal durchaus zu Recht. Die Union, auf den letzten Metern tatsächlich gewonnen, nicht glanzvoll, aber am Ende doch mit einem guten Vorsprung, vor Allem durch Stimmen aus dem Westen und Norden. Problem: Herr Kretzschmer hat ja immer betont, die Sachsen sollten für die Landespolitik stimmen und nicht Protest gegen die Bundespolitik. Haben Sie gemacht. Nun tut er allerdings als erste Amtshandlung der Bundespolitik, also Merkel und AKK den Gefallen, ums Verrecken nicht mit der AfD zu regieren. Sonst würde die Bundes-SPD entgültig von der Brücke springen und somit in Neuwahlen den Freitod wählen. Da wären wir bei der Sachsen-SPD, Ministerin Stange ist ja der Meinung, dass in einem Geburtsland der SPD, die Demokratie noch nicht angekommen ist. Würde ich bezweifeln, Demokratie feindliche Gesetzte, wie Netz-DG sind ja von der SPD ins Rollen gebracht worden, somit kommen die Sozialdemokraten der 5%-Hürde nahe. Man ist also kurz davor sich ins politische Nirvana zu verabschieden. Genau da ist Zastrows FDP, so ehrlich leid mir das tut, ich mag den Mann. Nun noch zu den Linken, noch knapp vor Grün, aber grau in der Erscheinung. 25 Jahre hat es gut geklappt, sich auf seine Stammwähler zu verlassen, die sterben teils weg, teils geht’s zur AfD oder den Grünen. Nun zu denen, weniger Prozente als Habeck sich das in seinen feuchten Träumen erhofft hat. Leider zu viele und dadurch werden Radikale in der neuen sächsischen Regierung sitzen. Sorry das sind in meinen Augen die Grünen. Einzig eine Minderheitsregierung der CDU könnte uns hier noch helfen. Hätte vielleicht sogar sein Gutes, die Grünen wären raus, die AfD auch, die SPD kann sich ggf. regenerieren, die Linke sich sammeln, die CDU könnte tatsächlich zeigen was in Ihr steckt und alle hätten irgendwie Verantwortung.

  • 16
    5
    HHCL
    02.09.2019

    @Interessierte: Sie behaupten also, dass die Mehrheit der Sachsen eine CDU-AfD-Regierung gewählt hätten. Gaben Sie da belastbare Zahlen?

    Ich kann auch nur spekulieren, vermute aber, dass zahlreiche CDU-Wähler genau das nicht wollen und glaube auch, dass es so manchen extremen AfD-Wähler nicht nach einer Koalition mit der CDU ist.

    Hier würden mich wirklich mal Zahlen intetessieren.

    Koalitionen sind keine bloße Arithmetik, sonst müsste man nicht verhandeln, sondern die beiden stärksten Parteien müssten automatisch zusammen gehen. Früher wäre das dann in der BRD dauernd eine große Koalition geworden und in Sachsen hätten wir seit Jahren CDU-PDS bzw Linke an der Regierung.

  • 18
    6
    HHCL
    02.09.2019

    @1371270 Ich hatte Sie schon so verstanden, nur Teile ich ihre Einordnung der AfD als konservative Partei eben nicht.

    Sicher, gibt es Konservative in der AfD, aber eben nicht nur. Meiner Meinung nach kann man den rechtsextremen Anteil nicht vernachlässigen. Zu behaupten alle Wähler der AfD hätten konservativ gewählt, halte ich auch für gewagt.
    Es hat nichts mit irgend einer Rechtsextremismuskeule zu tun, wenn man auf die Auffächerung der Partei und ihrer Wähler hinweist.

    Ist Höcke aus ihrer Sicht konservativer Demokrat? Aus meiner nicht. Er hat eine führende Position in fer AfD und auch auf Bundesebene diesen Führungsanspruch angemeldet. Das kann man also nicht mal eben ignorieren und aus der AfD eine normale konservative Partei machen.

  • 15
    15
    Blackadder
    02.09.2019

    @1371: Wie man nach all den Skandalen und Mausrutschern und Falsch-verstanden-werden der AfD seit der Bundestagswahl immer noch nicht sehen kann, dass es sich hierbei um eine zutiefst rechtsextreme Partei handelt, ist mir ein Rätsel. Dazu ist einfach zu viel passiert. Selbst die AfD selbst leugnet es ja nicht mal mehr: schauen Sie sich nur Kalbitz und seine Hakenkreuz-Nummer in Athen an oder die HJ Jugendlager. Da habe ich von Höcke noch gar nicht angefangen, aber vielleicht muss der wirklich erst Parteivorsitzender sein (was er ja anstrebt), bis die letzten aufwachen.

  • 13
    19
    Interessierte
    02.09.2019

    DeMark , Freiheit , Meinungsfreiheit , Wahlfreiheit , Pressefreiheit , Reisefreiheit und hin zur Demokratie , das war doch der damalige Slogan …
    Und jetzt nutzen wir das alles , und nun kommen die Christen und meinen , was ihr meint und wählt , wird von uns nicht akzeptiert und damit wird nicht regiert …

  • 20
    11
    1371270
    02.09.2019

    Schade, dass man hier im Kommentarbereich immer (absichtlich oder unabsichtlich) missverstanden wird. Ich hatte doch wohl klar vom WÄHLERWILLEN gesprochen, und da bleibe ich dabei, dass die Mehrheit eine konservative Politik möchte.
    Warum da gleich die Keule "Rechtsextremismus" geschwungen wird weiß ich nicht.
    Mancher will wohl gerne Gespenster sehen.

  • 25
    14
    mops0106
    02.09.2019

    Der Moderator von ntv hat gestern im Gespräch mit Michael Kretschmer 27 % der Wähler als Satz diffamiert. Herr Kretschmer hat dieser Diffamierung eines großen Teils der sächsischen Bevölkerung nicht widersprochen! Dies zeigt, dass das Bashing gegen diese Wähler/ Partei weitergeht. Die AfD ist eine zugelassene demokratische Partei am konservativen (rechten) Rand. Dass es rechtsradikale Mitglieder/Wähler gibt, kann nicht bestritten werden. Das ist bei der Linken mit linksradikalen Mitgliedern/Wählern genauso. Von der AfD wird ständig (berechtigter Weise) verlangt, dass sie sich von der rechtsradikalen Seite distanziert. Die Linke distanziert sich nicht von den linksradikalen Chaoten; nimmt auch an Demos teil, bei denen "der schwarze Block" mitmarschiert. Ich habe soeben die Statements der Parteien zu den Wahlergebnissen verfolgt. Die CDU vermeldet Erfolge, obwohl sie viele Wähler an die AfD verloren hat. Die Linke gibt an, dass sie die meisten Stimmen verloren hätte, da bisherige Wähler jetzt die CDU gewählt hätten, um den Wahlsieg der AfD zu verhindern. Weiterhin wird von den Abgehängten/ Unverstandenen gesprochen. Es ist nicht fünf vor sondern nach zwölf, was die Sicherheit/ Demokratie in unserem Land betrifft. Dies kann jeder, der mit offenen Augen durch seine Stadt geht, erleben. Bestätigt wird es in den Kriminalstatistiken (z.B. auf der Seite des BKA). Viele Menschen haben das erkannt. Dies zeigt auch die große Zahl der bisherigen Nichtwähler, welche die AfD gewählt haben.

  • 23
    20
    Steuerzahler
    02.09.2019

    Ja Blackadder! 27 % AFD-Wähler laut AKK links liegen lassen und nochmal 12 -13 %, die wegen der 5%-Klausel keine Rolle spielen dürfen, das ist ausgesprochen demokratisch! Das sind rund 40%, die ausgegrenzt werden. Aber das spielt bei Ihnen sicher keine Rolle!

  • 21
    35
    Blackadder
    02.09.2019

    @1371270: es geht nicht um konservative Politik, es geht darum, nicht mit Rechtsextremen zu koalieren. Und das sollte jeder Demokrat ausschließen.

  • 18
    8
    HHCL
    02.09.2019

    @1371270 Zum dem Ergebnis kommt man aber nur, wenn man die AfD-Politik quasi mit konservativer CDU-Politik gleichsetzt und die radikalen Rechtsausleger in der AfD außer Acht lässt.

    Die Konstellation, die es wahrscheinlich werden wird, gefällt mir auch nicht, da ich z.B. schlimmes für das ohnehin gebeutelte Schulsystem befürchte. Aber allen CDU-Wählern jetzt zu unterstellen, sie hätten CDU-AfD gewählt (obwohl das vorher kategorisch ausgeschlossen wurde!) spiegelt das Ergebnis meiner Meinung nach auch nicht korrekt wieder. Ich glaube auch nicht, dass alle AfD-Wähler ihre Partei in einer Regierung mit der angeblich so falsch regierenden CDU sehen wollen. Große Sympathie zur CDU kann ich da bei vielen nicht erkennen.

    Letztlich sind das alles nur Rechenspielchen, die nicht viel aussagen.

  • 27
    20
    1371270
    02.09.2019

    Ich denke doch, von Politik und Wahlen ein Bissel zu verstehen. Da kann ich nur erkennen, dass ca. 60 % der sächsischen Wähler eine konservative Politik in Sachsen wollen. Aber der Wählerwille ist ja oft nicht relevant.
    Mal sehen, was die CDU mit den "Splitterparteien" Rot und Grün zustande bringt. Viel Spaß!

  • 34
    17
    Lesemuffel
    02.09.2019

    Nun, lexidark, da hat der Gauland doch Recht, was ist so schlimm daran, den Wunsch von über einem Viertel der Wählenden zu beachten? Kommt Zeit, kommt Rat. Wir werden sehen, wie die neue Kretzschmer-Regierung nun loslegt und ihre Versprechungen umsetzt. Eines der wichtigsten Kriterien. Nur Ausgrenzen und Diffamieren des pol. Gegners wird die nächsten fünf Jahre nicht reichen.

  • 30
    29
    Lesemuffel
    02.09.2019

    Es gibt interessante Sichtweisen. Die CDU ist von einst über 55% auf 32% abgerutscht und da wird ein "enormer Stimmenzuwachs" gesehen. Ja, wenn das so ist, ist ja alles ok. Auch die Diffamierung der AfD geht ungebremst weiter "braune Flecken" (angeschrieben bei einem anderen User in einem anderen Forum) und "Spaltet Partei" nennt man das. Wenn wenn 27% der Wählenden beleidigt werden darf man sich schon fragen, wer die echten Spalte sind.

  • 14
    32
    Lexisdark
    02.09.2019

    Wenn die AfD wegen rund 27 % von gut zwei Dritteln der Wahlberechtigten gleich mit in der Regierung sitzen soll, hätte die Linke das früher wohl auch einfordern können? Manche Menschen machen sich das zu einfach speziell der Herr Gauland.
    Zitat :"Alexander Gauland erwartet, dass nach der Landtagswahl in der Sachsen-CDU Rufe nach Gesprächen mit seiner Partei laut werden. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich mittelfristig bürgerliche Mehrheit durchsetzen kann", erklärte der AfD-Chef vor Journalisten. Die Partei habe ein Wahlergebnis erreicht, das es nicht zulasse, sie auf Dauer außen vor zu lassen. "

  • 39
    34
    steph58
    02.09.2019

    Den AfD-Wählern sind braune Flecken in dieser Spalter-Partei anscheinend völlig egal. Gott sei Dank haben sich die Sachsen in ihrer Mehrheit für ein freundliches Gesicht entschieden.
    Jetzt heißt es, eine stabile Koalition zu schmieden und gute Politik für Sachsen zu machen... dann kann man auch Protestwähler von der AfD zurückgewinnen.

  • 26
    32
    Blackadder
    02.09.2019

    @Lesemuffel: Im vergleich zu den letzten Bundestagswahlen und den Europawahlen hat es einen enormen Zuwachs gegeben. Da hat er schon recht.

  • 33
    34
    Lesemuffel
    02.09.2019

    Ja, wie weiter? Herr Kretzschmer bedankte sich bei einem Stimmenverlust von ca. 7% für den Vertrauenszuwachs. Immer noch nichts verstanden? Da deutet sich doch ein weiter so an.



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