Windkraft? Nein danke! Wie Bürger und Kommunen die Energiewende bekämpfen

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In Sachsen kommt der Ausbau der erneuerbaren Energien so schleppend voran wie in keinem anderen Bundesland. Wo immer Windräder geplant werden, formiert sich Widerstand. In einem Dorf bei Freiberg bekommen Investoren und Landeigentümer den Unmut zu spüren.

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2222 Kommentare

Warum wir unsere Kommentarfunktion auf der Homepage deutlich einschränken

  • 2
    2
    Slash140786
    17.05.2021

    Dt. hat einen grauenvollen Co2 pro Kopf Wert trotz der gigantischen Umlagemenge zu Lasten der Kunden die Strom bezahlen (und das nach etlichen versenkten Milliarden über Jahrzehnte hinweg). Aber man fühlt sich immer noch als Vorreiter der Energiewende. Schauen Sie mal rein in offiziellen Statistiken wie andere Länder im Vergleich (bspw. aus Europa) dastehen. Für alle die einen niedrigen Co2 Wert und einen angemessenen Strompreis wollen empfehle ich aus Dt. auszuwandern. Da muss man sich dann in meisten Ländern keine Sorgen mehr um die Versorgungssicherheit machen.

  • 1
    4
    PassauF
    13.05.2021

    Bedauerlicherweise hat sich @ Neubir vom 10.05.21 nicht noch einmal mit seinen auf 850 m fast nicht hörbaren Windmühlen gemeldet. Wenn der Beitrag nicht nur lauwarme Luft war, bleibt so vielleicht der Allgemeinheit die Chance einer einvernehmlichen Nutzung der Windkraft zur Energiewende verschlossen.

  • 5
    1
    Nixnuzz
    13.05.2021

    Stimmt. WKA machen je nach Windrichtung Geräusche. Bei schönem Wetter sind allerdings die 2-raedrigen 2-4 Zylinder-Reiter nicht zu überbieten. Bei Wind und Regen fällt das Windrad kaum auf. Keine Ahnung wann und wie oft trotz Wind dies vom Netz genommen werden muss mangels Überschuss. Welche vorhandene Infrastruktur oder Technik kann Umwelt-freundlich heute schon eingesetzt werden?? Geht nicht stimmt doch so nicht mehr! Wollen wohl eher nicht....

  • 5
    0
    Nixnuzz
    12.05.2021

    Zur Zeit wird nahezu jede Energieerzeugung irgendwie steuerlich gefördert. Neuerdings auch der Verbrauch eines derzeit in Minimengen vorhanden en H2. Wer fördert eigentlich dessen grüne CO2-freie Gewinnung? Eine Ameise auf dem Butterbrot nervt. Ein Nest funktioniert im Garten. Also wo können wieviel Kleinanlagen örtlich im Verbund mit vorhanden er Technik Umwelt und Nachbar freundlich hingebaut werden? Selbstverständlich können wir die nächsten Jahrzehnte weiter forschen und Fremdstrom an der Strombörse zukaufen. Der WW2 ist kein gutes Beispiel aber die Erkenntnis der Menge an nutzbarem Material ist nicht zu übersehen. Bei einer Nutzung derzeitiger Technik von ca. 10 Jahren gingen alleine durch unserer Bürokratie min.3 Jahre verloren. Doof aber mit 5 l Reservekanistern in Summe kriegt man auch einen Tank voll. Hauptsache man tut es! Die Suche nach dem Stein der Weisen kann gerne weiter laufen.

  • 2
    5
    Slash140786
    11.05.2021

    @macxs. Gas ist im Energieverbrauch auf Platz 2 nach Mineralöl in Dt. Man muss ja die Energiebereiche in der Gesamtheit sehen nicht nur die Stromerzeugung. Technologien wie Biomassenkraftwerke bspw wären eine Co2 neutrale Alternative und eben steuerbarer als bspw Windkraft. Neben den objektiven Fakten müssen immer normative Überlegungen angestellt werden und diese sind in Dt. auf Wind und Sonne eingeschossen.

    Ich halte auch nichts von der Denke, Fortschritt = alles herunterfahren. Man kann sparen soweit es technisch möglich ist und dann brache Flächen wieder aufforsten wenn man Co2 mindern möchte. Das was sie schreiben ist Power to Gas was ich bereits erwähnte und es hat einen miserablen Wirkungsgrad. Der Großteil der technischen Innovationen kommen aus der Wirtschaft. Wäre das effizient würde jeder Investor sofort darauf springen und es würde sich natürlich durchsetzen. Subvention, Förderung oder Gesetze brauchen gute Technologien nicht.

  • 8
    3
    macxs
    11.05.2021

    @Slash140786
    Sie fordern, dass man Zynismus weglässt, aber selbst nenne Sie auch keinen Ausweg. Im Gegenteil: "Es gibt zwischen dem AKW und dem Windrad noch diverse andere Technologien."
    Ah ja, und die sind in Deutschland so effizient wie Windkraft?

    "Die konventionellen Technologien sind über die Jahre sehr sauber geworden aber egal wie gut die Werte sind, ähnlich wie bei den Verbrennern müssen diese Technologien aus Prinzip weg."
    Sehr sauber - das ist ja toll. Und CO2 ist egal? Wie gesagt, bei der Argumentation kann ich nur zynisch reagieren.

    Natürlich gibt es überall noch Optimierungspotential. Mein Vorschlag wäre: Windkraft so viel es geht. Und an jeden Windpark eine Elektrolysestation für Wasserstoff, der bei Netzüberlast Wasserstoff erzeugt, den man direkt tanken kann. Solche Stationen hat die Uni Freiberg fertig entwickelt.

    Stimmt, für die Grundlast muss man sich etwas einfallen lassen, bspw. Elektroautos, die am Netz hängen.

  • 6
    6
    Slash140786
    11.05.2021

    Jeder der selbst kein Kraftwerk vor der eigenen Nase hat soll bitte keine Vorschläge machen welchen Leuten eines vor die Nase gesetzt werden soll. Wer etwas beitragen will kann Kleinanlagen ins eigene Grundstück installieren, dann kann man zumindest mit gutem Vorbild vorausgehen. Bin tatsächlich ein Fan von Wasserkraft und Pumpspeichern aber da sind Ausbau-Möglichkeiten jetzt schon stark begrenzt. Es gibt zwischen dem AKW und dem Windrad noch diverse andere Technologien. Wir kaufen teilweise Strom aus Polen (Kohle) und Frankreich (Atom) bspw. im Monat Januar. Da gibt teilweise kaum Wind und Sonne. Die konventionellen Technologien sind über die Jahre sehr sauber geworden aber egal wie gut die Werte sind, ähnlich wie bei den Verbrennern müssen diese Technologien aus Prinzip weg. Das ist eine Frage der Moral. Auf Youtube Universität konnte ich übrigens nichts finden zu ausgereiften Speichern bspw. Power to Gas Systemen die im großen Stil funktionieren.

  • 11
    4
    435200
    11.05.2021

    Der Mensch ist schon ein komisches Wesen.
    Windräder stören. Wäre den Anwohnern ein AKW oder ein Kohlekraftwerk lieber? Ach nee, da gibt es ja auch wieder schädliche Ausdünstungen.

    Auf Strom verzichten wäre eine gute Idee!
    Mmh, aber dann funktionieren ja Smartphone und Spielekonsole nicht mehr.

    Das ist genau wie mit Mobilfunkantennen. Man will überall vollen Empfang haben, aber ja keine Antenne in der Nähe.

  • 11
    5
    Nixnuzz
    11.05.2021

    Wohne jetzt 3 Jahre in ca. 800m Entfernung zu einem Windrad, dessen Maße ich nur schätzen kann. Altes Modell, ca. 60m Nabenhöhe, bis 50 Umdrehungen pro Minute. An manchen Tagen höre und habe ich sogar Flügel schatten auf meinem Grundstück. Mich würde Mal Interessen, wie die Meinungen der Menschen ist, die bereits langjährig an solchen Windparks leben? Welche Fakten gibt es von dort? Parallel zur A4 gibt es in NRW Büren oder Thüringen Eisenach genügend Anlagen. Haben die Menschen dort noch immer die Messer zwischen den Zähnen oder was? Krankenstände, Vogelsterben, Bauernaufstand oder friedliches Nebeneinander? Jemehr Energieproduktion verhindert wird und entsprechende Weiterentwicklung verlagert werden, kriegt nur Bayern entsprechende Gelder. Wäre vielleicht Mal eine Hausaufgabe für die Journalisten von hier.....

  • 22
    8
    MuellerF
    11.05.2021

    " Und die Windräder passten auch nicht in die Montanregion Erzgebirge. "

    Montanregion ist schon lange passé, aber das nur am Rande.
    Das Erzgebirge ist neben den Küsten eine Region in D., in der es (fast) immer genug Wind gibt, um mit Windrädern Strom zu erzeugen.
    Soviel Sachkenntnis sollte man schon haben, Herr Gebhardt!
    Aber unliebsame Fakten werden ja heute gerne mal verschwiegen, wenn es dem eigenen Anliegen nützt...

  • 16
    7
    Inke
    10.05.2021

    Auch Sachsen kann und wird sich auf Dauer nicht den Umstrukturierungen in der Energieerzeugung entziehen. Die Fakten liegen doch längst auf dem Tisch. Warum man hierzulande anstatt eine einvernehmliche Lösung mit Vorteilen für beide Seiten anzustreben, sofort in den Wutbürgermodus umschaltent, bleibt allein das Geheimnis der sächsischen Mentalität. Der Text zeigt wie es anderswo funktionieren kann. @robertzu: Ihre angesprochene Flaute mag zwar anfangs ganz plausibel klingen. Die Ideen und Technologien für eine permanent gesicherte und stabile Stromversorgung sind allerdings mittlerweile sehr weit fortgeschritten. Es gibt genug intelligente Köpfe, die längst Lösungen dazu erarbeiten. Pumpspeicherwerke, riesige Akkuspeicher, Elektrolyse für die Wasserstofferzeugung, intelligente Nutzungskonzepte und internationale Netzwerke werden auch zukünftig für eine stabile Stromversorgung sorgen. Da bin ich mir sicher. Schauen Sie sich doch mal was bildendes dazu an: https://youtu.be/ReXgSAs65QA

  • 21
    6
    Jörg2
    10.05.2021

    Wäre den Gegnern der Windräder ein atomares Endlager lieber?
    Wenn in der Lausitz ein Haus die Kohleförderung störte dann wurde es abgerissen. Den Einwohnern von Heuersdorf wären Windräder sicher lieber gewesen.

  • 8
    21
    Slash140786
    10.05.2021

    @macxs: Diese zynischen Beiträge haben keinen konstruktiven Mehrwert. Man kann über einzelne Technologien sprechen, hier ging es um Windkraft. Das Argument, wir haben dann irgendwann keine Energie mehr mit konventionellen Trägern scheint nur in Dt. zu gelten. Mal in ihrem Stile, im Ausland sind die Regierungen alle verrückt und wir haben als einziges Land weltweit die Wahrheit gepachtet. Und bitte keine Vergleiche mit Norwegen oder Island. Wie gesagt, es gibt Fälle wo diese Technologien auch unsubventioniert Sinn machen.

    @reichel: Wieder die glorreiche Welt der Technokratie. Nur Experten dürfen das entscheiden. Die werden sich sicherlich direkt vors neu erworbene Eig

  • 37
    9
    reichel
    10.05.2021

    Großes Kompliment! Ein ausgewogener und neutraler Artikel.

    Ich glaube, es geht um 2 Dinge, die man nicht versteht.
    1.) Windräder sind nicht dafür da, um die Menschen glücklich zu machen. Sie sollen Strom erzeugen. Dabei muss eine Balance gefunden werden zw. Risiko und Nutzen. Das macht jeder von uns tagtäglich in sämtlichen Lebenssituationen und das ist vollkommen normal.
    Dieses Verhältnis zu analysieren ist auch nicht die Aufgabe der Bevölkerung, sondern die der Gutachter, Genehmigungsbehörden und nicht zuletzt des Projektierers.

    Viele bewerten die Realität ind ihre Rolle falsch.

    2.) Sehe ich es als glücklichen Umstand an, dass meine Region die letzten 150 Jahre nichts mit Stromerzeugung zutun hatte, oder bin ich arrogant genug diese Aufgabe der Lausitz zuzuschreiben? Hier passiert nichts vollkommen neues, die Belastungen werden nur verschoben.


    Die Machbarkeit der Energiewende zu bewerten ist Expertensache. Davon gibt es keine 81Mio. In Deutschland!

  • 12
    21
    PassauF
    10.05.2021

    @neubir- ist natürlich eine sehr subjektive Argumentation. Würden wir schon gerne mal lesen von welchem Typ und welcher Nabenhöhe wir reden. Wohl kaum von einer 5,5 MW WKA mit fast 250 m Höhe? Dann ist es natürlich von entscheitender Bedeutung ob das Haus in Hauptwindrichtung vor oder hinter den Windmühlen steht.

  • 48
    28
    macxs
    10.05.2021

    Umweltschutz? Wir nennen also Siedlungen und Ackerland ab jetzt "Umwelt" und die muss natürlich geschützt werden! So ergibt Umweltschutz mächtig Sinn!
    Wir schützen dann die "Umwelt" und die drei verbliebenen Vögel so lange, bis es so heiß und trocken wird, dass es keine *natürliche* Umwelt mehr gibt, die wir schützen können. Dann ist auch irgendwann das Öl alle und dann können wir anfangen, langsam zu überlegen, wo noch Strom herkommen soll.

    "Oh, das Konzept mit der Grundlast und Speicherung ist noch nicht 110% durchdacht und durchfinanziert? Dann bitte her mit den Atomkraftwerken, wofür es in ganz Europa nur ein einziges Endlager gibt."

    Ich wette, Kraftwerke will erst recht niemand in seiner Umgebung haben.

  • 48
    24
    robertzu
    10.05.2021

    Und wenn man noch 1000 Windräder baut, so liefern diese bei Flaute trotzdem keinen Strom. Wind und Sonne sind nicht grundlastfähig- siehe dazu die Vorträge von Prof. Kobe, Uni Dresden . (leicht im Netz zu finden). Die sog. Energiewende "funktioniert" bisher nur, weil man ein hochsubventioniertes System eingeführt hat, welches durch den Stromverbraucher finanziert wird- nicht umsonst haben wir inzwischen in Deutschland die höchsten Stromkosten, aber können uns selber nicht mehr sicher mit Energie versorgen. Im Baden-Württemberg feiert man sich für die Abschaltung des AKW Philippsburg II und verschweigt aber, das man nun Atomstrom aus Frankreich importieren muss. Ist es Wahnsinn, so hat es doch Methode!

  • 54
    20
    Neubir
    10.05.2021

    Ich selbst wohne seit etwa fünf Jahren ca. 850 Meter entfernt von zwei solcher Windräder. Es ist fast nichts zu hören. Da können alle ruhig schlafen!
    Bei 1000 Meter Abstand, aus meiner Erfahrung, nur eine Änderung am Horizont.

  • 31
    6
    memarc
    10.05.2021

    Schöner, umfangreicher Artikel mit Hintergrundinformation.

  • 40
    30
    Slash140786
    10.05.2021

    Der Investor bekommt seine Rendite, der einfache Konsument bezahlt den Spaß über die Umlagen. Der Geldstrom fließt von unten nach oben. Des Weiteren sind das keine nachhaltigen Technologien. In der Erstellung, Wartung und der Verschrottung alles andere als umweltfreundlich und dabei nicht langlebig (Vögel sterben, Waldabholzung, synthetische Baustoffe). Grundlastfähigkeit nicht vorhanden. Aber es klingt gut und entspricht dem Zeitgeist. Das chinesische Modell. Ich baue im perfekten Umfeld 1000e Windräder funktioniert sicherlich besser aber dabei steht der Umweltschutz auch nicht im Mittelpunkt. An den Küsten hat die Technologie sicherlich auch mehr Berechtigung als im Festland.

  • 20
    41
    PassauF
    10.05.2021

    Nicht nur Daumen nach unten, sondern Erklärungen weshalb das Thema mindestens seit 2004 ignoriert wird!

  • 54
    39
    PassauF
    10.05.2021

    Jetzt wollen wir doch einmal auf die 1000 m- Regelung als Krebsschaden der ganzen Angelegenheit kommen. Diese gesetzliche Regelung ist doch das gleiche Staatsversagen wie das jüngste Klimagesetz. Die 1000 m- Regel entbehrt doch jeglicher wissenschaftlicher Grundlage und stellt pur Willkür dar. Beispiel- Nach einem Brand einer WKA im Januar 2020 am Kugelberg in Niedersachsen ist nicht einmal 1 Jahr später die nächste Anlage vom selben Typ abgebrannt. Dabei wurden noch in 1000 m Entfernung die Glasfaserbrandrückstände der Rotorblätter aufgefunden. Diese Anlagen waren knapp 140 m hoch. Nun Stelle man sich eine 250 m hohe WKA 5,5 MW vor, wo in 75 Tonnen schweren Rotorblättern etwa 10 Tonnen Carbon verbrennen. Wie will die Landesregierung so etwas absichern?