Winterliche Straßenverhältnisse: Polizei registriert mehr Unfälle in Südwestsachsen

In Zwickau und in Chemnitz kam es aufgrund glatter oder verschneiter Straßen am Dienstag zu Verkehrsbehinderungen.

Zwickau/Chemnitz.

Aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse haben sich am Dienstag im Bereich der Polizeidirektion Zwickau mehr Unfälle als gewöhnlich ereignet. Laut Polizei wurden insgesamt 68 Unfälle gemeldet, bei sieben davon gab es Verletzte. Vor allem am Nachmittag und Abend kam es zu Unfällen sowie zu Behinderungen wegen liegen gebliebener Fahrzeuge. Der Winterdienst war im Dauereinsatz. Am Mittwochmorgen musste die Waldenburger Straße in Wüstenbrand gesperrt werden, weil der Ast einer Birke auf die Straße gefallen war. In Neuensalz war am Dienstagabend ein Auto auf der Falkensteiner Straße gegen einen entgegenkommenden Seat gerutscht. Das erste Auto drohte danach einen Hang hinabzurutschen. Wegen der glatten Fahrbahn brauchte es mehrere Anläufe, um das Fahrzeug zu bergen. Die Straße musste dafür voll gesperrt werden. In Plauen musste ein 18-Jähriger auf schneebedeckter Straße verkehrsbedingt bremsen und geriet dabei ins Rutschen. Dabei schaffte er es, den anderen Fahrzeugen auszuweichen - kollidierte am Ende aber mit einem Straßenschild.

In Zwickau ereigneten sich gleich mehrere Unfälle. Ein 52-Jähriger verlor auf er Straße An den Linden die Kontrolle über sein Auto, geriet in den Gegenverkehr und stieß mit einem anderen Auto zusammen. Darin befand sich eine 34-Jährige, die leicht verletzt wurde. Beide Autos mussten abgeschleppt werden - Schaden: rund 20.000 Euro. Im Stadtteil Marienthal stießen am Dienstagnachmittag ein Mazda und ein BMW zusammen. Der 24-jährige Mazda-Fahrer war auf der Bernhardstraße unterwegs und geriet auf Höhe Hofer Straße in den Gegenverkehr. Dabei kollidierte er mit dem BMW, dessen Fahrer leicht verletzt wurde. Es entstand ein Schaden von etwa 5000 Euro.

Seit Mittwochnachmittag ist auch die Staatsstraße 301 zwischen Bergen und Poppengrün vorerst wegen Schnee gesperrt.

Auch die Polizeidirektion Chemnitz verzeichnete am Dienstag leicht erhöhtes Aufkommen. Von insgesamt 62 Unfällen gab es bei zwei Vorfällen Verletzte, so eine Sprecherin. 36 davon ereigneten sich im Erzgebirgskreis, insbesondere im Bereich der Reviere Aue und Marienberg. Bei Oederan kam bei einem Unfall eine Person ums Leben. Auf der S 201 kam das Auto von der Straße ab und kollidierte mit einem Baum. Wegen Schneebruchs musste am Mittwochmorgen die Kreisstraße zwischen Langenstriegis und Hainichen gesperrt werden. Bereits am Dienstagabend war es zu teils starken Verkehrsbehinderungen gekommen. Auf der B 95/Zschopautalkreuzung verkeilte sich ein Lkw mit Anhänger, wodurch die Bundesstraße blockiert wurde. In Freiberg prallten am Dienstagnachmittag auf einem Parkplatz eine 34-jährige Audi-Fahrerin und ein Winterdienstfahrzeug zusammen. Dabei entstand ein Schaden von etwa 10.500 Euro. Auch in Lichtenau kam es zu einer Straßensperrung. Aus Sicherheitsgründen ist die Amtmannstraße zwischen Ortsausgang Oberlichtenau und Ortseingang Garnsdorf am Mittwochmittag durch den Landkreis Mittelsachsen gesperrt worden. Darüber informierte die Gemeindeverwaltung Lichtenau. Schneebruch lasse immer wieder Bäume und Äste abbrechen und auf die Fahrbahn fallen, heißt es. Wie lange die Sperrung notwendig ist, sie noch nicht abzusehen. Das Gewerbegebiet rund um die Wellpappe und Lichtenauer Display ist von Oberlichtenau aus weiterhin erreichbar.

 

Flächendeckend räumten die Straßenwärter in Mittelsachsen am Mittwoch zahlreiche Äste von den Fahrbahnen, fünf Abschnitte im Kreis mussten gesperrt werden. Das teilte das Landratsamt mit. Dabei handelte es sich um die Kreisstraßen K 7535 vom Abzweig K 7532 bis Stockhausen, die K 7702 von der B 173 bis zum Ortseingang Kirchbach bei Oederan und um die K 8270 zwischen Arras und Holzhausen. Wann die Straßen wieder für den Verkehr frei sind, steht noch nicht fest. Seit den frühen Morgenstunden sind laut Landratsamt die Meistereien mit 44 Fahrzeugen im Winterdiensteinsatz, rund 265 Tonnen Salz wurden in 24 Stunden auf die Straßen gebracht. (sane/luka(bp)

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