Woidke und Kretschmer werben bei jungen Leuten für Lausitz

Hoyerswerda (dpa) - Die Regierungen von Brandenburg und Sachsen haben junge Menschen in der Lausitz aufgerufen, ihrer Heimat nicht den Rücken zu kehren. Für die Zukunft der Region sei der Verbleib junger Leute entscheidend, sagte Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) am Dienstag bei einer Diskussion mit seinem sächsischen Amtskollegen Michael Kretschmer (CDU) und Gymnasiasten in Hoyerswerda. «Es ist wichtig, dass ihr euch einmischt und mitmacht», sagte Woidke. Er räumte ein, dass es bei vielen Menschen in der Lausitz eine große Verunsicherung wegen des Ausstiegs aus der Braunkohle gebe. Für 50 000 Menschen werde sich das berufliche Umfeld in den kommenden Jahren verändern.

Genau wie Woidke sah auch Kretschmer in der Strukturentwicklung der Lausitz eine große Chance. «Die Entwicklung der Lausitz ist eine spannende Aufgabe, dazu braucht man junge Leute», betonte der sächsische Regierungschef. Bei der Diskussion ging es vor allem um den Klimaschutz. Kretschmer zufolge ist die Energiewende kein Selbstläufer. Derzeit stammten zwei Drittel der installierten Leistung aus Atom- und Kohlekraftwerken. Es gebe auch Leute, die den Klimawandel leugnen, sagte er mit Blick auf die AfD. Zugleich lud er die Gymnasiasten zum Klimakongress am 22. Juni nach Leipzig ein. Er ist eine Initiative des Landesschülerrates und der sächsischen Regierung im Zusammenhang mit der Bewegung «Fridays for Future».

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