Zahl der Ertrunkenen in Sachsen fast verdoppelt

Berlin (dpa/sn) - In Sachsen hat sich die Zahl der Ertrunkenen im vergangenen Jahr fast verdoppelt. 28 Menschen seien 2016 im Freistaat im Wasser ums Leben gekommen, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Berlin mit. 2015 waren noch 15 Todesfälle durch Ertrinken registriert worden. Auch deutschlandweit stieg die Zahl der Todesopfer demnach im vergangenen Jahr auf 537 - den höchsten Stand seit 10 Jahren.

DLRG-Vizepräsident Achim Haag machte den vielerorts relativ schönen Sommer für den Anstieg verantwortlich. «Unfallschwerpunkt Nummer eins sind nach wie vor die unbewachten Binnengewässer.» Dort habe es deutschlandweit gut drei Viertel aller Todesfälle gegeben. An den Stränden von Nord- und Ostsee kam es dagegen zu vergleichsweise wenigen Badeunfällen. «Es zahlt sich aus, dass in fast allen Badeorten an den Küsten unsere Rettungsschwimmer für mehr Sicherheit im und am Wasser sorgen», sagte Haag.

19 Menschen ertranken den Angaben zufolge in Schwimmbädern, 86 weitere verloren in Hafenbecken, Gräben oder an anderen Orten ihr Leben. «Selbstüberschätzung, gesundheitliche Vorschädigungen, Übermut, Leichtsinn und Unkenntnis über mögliche Gefahren» sind laut Haag die häufigsten Ursachen für tödliche Unfälle im Wasser.

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