Zahlreiche Corona-Demos am Montagabend: Steinwürfe in Freiberg

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Mindestens 20 Demonstrationen zählte die Chemnitzer Polizei am Montag. In vielen Fällen wurde gegen gültige Corona-Regeln verstoßen.

Am Montag hat es in Chemnitz, dem Landkreis Mittelsachsen und im Erzgebirgskreis mehrere Corona-Demos gegeben. Nach Angaben der Polizei kamen dabei mehrere Hundert Menschen zusammen. Bekannt sind der Chemnitzer Polizei mindestens 20 Veranstaltungen, 230 Beamte waren im Einsatz.

Eine größere Demonstration gab es in Freiberg. Etwa 500 Personen versammelten sich gegen 18 Uhr im Albertpark, die später unerlaubt in Richtung Beethovenstraße laufen wollten. Die Polizei versuchte den Aufzug zu stoppen, wurde dabei aber immer wieder körperlich bedrängt. Einige Teilnehmer der Demonstration zeigten sich aggressiv und gewaltbereit. Die Beamten entschieden deshalb, die Demonstranten in Kleingruppen gehen zu lassen. Schluss war damit aber noch nicht. So formten sich erneut zwei Gruppen, eine etwa 200 die andere etwa 70 Personen stark, und spazierten durch Freiberg. Danach trafen sich etwa 250 dieser Personen erneut im Albertpark.

Eine weitere Gruppe von rund 120 Menschen trat indes im Bereich des Schwedenkreuzes aggressiv auf. Die Gruppe soll zuvor nicht an den Corona-Demos beteiligt gewesen sein. Einige der Teilnehmer warfen Steine auf Polizisten und deren Fahrzeuge. Die Polizei musste Pfefferspray einsetzen. Die Gruppe wurde deshalb aus dem Albertpark gedrängt, wonach sich die Menschenansammlung auflöste. Laut Polizei war die Gruppe augenscheinlich nicht an den Corona-Protesten interessiert. Eine Person, die zuvor einen Polizisten mit einem Stein verletzt hatte, konnte festgehalten werden. Gegen ihn wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Zudem wurden Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Beleidigung und mehrere Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung gefertigt.

Auch andernorts gab es in der Region am Montagabend Demonstrationen. In Leisnig begann die Demonstration gegen 19 Uhr auf dem Marktplatz mit etwa 90 Teilnehmern. Die Polizei musste nach eigenen Angaben die Veranstaltung immer wieder unterbrechen, da Abstände nicht eingehalten und Masken nicht getragen wurden. Der Versammlungsleiter beendete schließlich die Demo gegen 20.10 Uhr. Insgesamt wurden in Leisnig am Montagabend elf Bußgeldbescheide verteilt. Zudem wird gegen einen Redner wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt.

In Augustusburg trafen sich etwa 50 Menschen zu einer Corona-Demo auf einem Parkplatz der S 236. Auch hier versuchten die Demonstranten unerlaubt einen Aufmarsch zu starten. Die Polizei stoppte dies und nahm Personalien auf. Hier wurden neun Anzeigen wegen Corona-Verstöße gefertigt. Auch in Flöha waren etwa 40 Personen unerlaubt unterwegs. Hier wurden 33 Verstöße angezeigt.

In Annaberg-Buchholz kamen etwa 220 Menschen zusammen, so die Polizei. Erlaubt sind dort eigentlich maximal zehn Personen. Zum Teil wurde die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, auch nach Aufforderung durch die Polizei ignoriert. Gegen drei Personen wurden Anzeigen erstattet. (luka)

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