Schon im Mai durchsuchten Beamte die Wohnung und Geschäftsräume des Mannes. (Symbolbild)
Schon im Mai durchsuchten Beamte die Wohnung und Geschäftsräume des Mannes. (Symbolbild) Bild: Soeren Stache/dpa
Sachsen
Zoll friert Millionenvermögen nach Russland-Exporten ein

Ein Mann aus Gera steht im Visier der Ermittler: Der Zoll wirft ihm vor, Fahrzeuge im Wert von fast 19 Millionen Euro illegal nach Russland exportiert zu haben – ein Verstoß gegen die EU-Sanktionen.

Dresden/Gera.

Einen lukrativen Nebenverdienst soll sich ein Mann aus Gera aufgebaut haben: Nach Angaben des Zolls hat der 41-Jährige mindestens 238 Fahrzeuge im Gesamtwert von 18,86 Millionen Euro nach Russland ausgeführt. Das ist aufgrund der geltenden EU-Sanktionen gegen Russland verboten.

Wie das Zollfahndungsamt mitteilte, hatten schon im Mai Zollbeamte Geschäftsräume sowie die Wohnung des Mannes durchsucht und dabei umfangreiche Beweismittel sichergestellt. Zu diesem Zeitpunkt konnte jedoch noch nicht eindeutig nachgewiesen werden, dass der Beschuldigte die Fahrzeuge wissentlich nach Russland verkauft und ausgeführt hatte.

Erst die Auswertung der Beweismittel sowie umfangreiche Finanzermittlungen brachten im Dezember den entscheidenden Durchbruch: Die Behörden froren Vermögenswerte in Höhe von mehr als 16,5 Millionen Euro ein. Zudem habe man sieben teure Autos unterschiedlicher Marken im Gesamtwert von 595.000 Euro sowie Bargeld in Höhe von 49.150 Euro beschlagnahmt.

Darüber hinaus sicherten die Ermittler Steuererstattungen von rund 556.000 Euro und ließen für drei Immobilien des Beschuldigten Sicherungshypotheken in Höhe von insgesamt 3,5 Millionen Euro eintragen. (dpa)

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