Zschocke kritisiert Umgang mit Rechtsextremismus im Fußball

Chemnitz (dpa/sn) - Grünen-Politiker Volkmar Zschocke hat dem Fußball-Regionalligisten Chemnitzer FC Versäumnisse im Umgang mit Rechtsextremismus vorgeworfen. «Die vom CFC proklamierte Grundhaltung gegen Rassismus und Nationalismus ist bei den Verantwortlichen nicht verinnerlicht», sagte der Landtagsabgeordnete am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Dimension der Initiative einiger Fans sei ignoriert und selbst die Hinweise der Polizei offenbar nicht ernst genommen worden. «Es fehlt ganz deutlich das Bewusstsein für Rechtsextremismus im Fußball.»

Bei einem Spiel des Chemnitzer FC gab es am Samstag im Fanblock eine Trauerbekundung für einen Anhänger, der zur rechtsextremen Szene in der Stadt gerechnet wird. Zudem hatte ein Spieler beim Torjubel ein schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift «Support your local Hools» (Unterstütze deine lokalen Hools) hochgehalten.

Für Zschocke ist es ein «Ausdruck der in Sachsen weit verbreiteten Grundstimmung, dass auch weite Teile der Stadionbesucher und -besucherinnen offenbar kein Problem mit der Aktion hatten: Kein Wunder; das Negieren und Verharmlosen von Rechtsextremismus war in Sachsen über Jahrzehnte Regierungspolitik.»

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1Kommentare
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  • 3
    3
    sunhiller
    12.03.2019

    Gut gesprochen Herr Zschocke, aber es stehen ja auch Wahlen an...
    Bitte nicht Ihren Wahlkampf immer mit den abertausenden von Rechten in Chemnitz in Verbindung bringen. Danke



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