Zwei Bahn-Kupferdiebe zu Bewährungsstrafen verurteilt

Dresden (dpa/sn) - Sieben Jahre nach ihren Taten hat das Amtsgericht Dresden am Mittwoch zwei Mitglieder einer Bande von Kupferdieben verurteilt. Die 36 und 38 Jahre alten Männer erhielten wegen schweren Bandendiebstahls in 48 Fällen Bewährungsstrafen von einem Jahr und zehn sowie einem Jahr und acht Monaten. Die mehrfach Vorbestraften haben gestanden, zwischen Ende 2011 und März 2012 jeweils nachts gezielt Kabel von Bahnstrecken in Sachsen und Brandenburg gestohlen zu haben.

Mit dem Verkauf erzielten sie laut Anklage einen Erlös von 27 400 Euro, der entstandene Schaden der Bahn durch ausgefallene Signale und Schranken belief sich indes auf mindestens 388 000 Euro. Als Kopf der Bande gilt eine Brandenburgerin. Das Verfahren gegen die Frau wurde abgetrennt, sie sei aus gesundheitlichen Gründen nicht verhandlungsfähig.

Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft hat sie alles geplant und organisiert, die Tatorte ausgekundschaftet, eine Maschine zum Abisolieren der Kabel beschafft und das gewonnene Kupfer in Recyclingfirmen zu Geld gemacht - drei bis vier Euro Erlös pro Kilogramm. Die Angeklagten sagten aus, nichts von der Beute gesehen und von der Chefin nur Kost und Logis, Alkohol und Tabak erhalten zu haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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