Zweite Coronawelle: Deutliche Übersterblichkeit in Sachsen

Die Auswertung der bis Anfang November vorliegenden Daten für Sachsen zeigt eine starke Zunahme der Sterbefälle im Freistaat im Herbst.

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77 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    7
    Einspruch
    10.12.2020

    Zumindest sollte man dem, der die Gräber aushebt, nicht gleich unterstellen, komplett ahnungslos zu sein, was die Praxis betrifft. Sind Statistiken immer das wert, was man sich erhofft, auch die der Wissenschaftler?

  • 8
    9
    censor
    10.12.2020

    tomei - in diesem Fall wäre das nicht abwegig. Der Friedhofsverwalter hat seine "Zugänge" in "echt", der Wissenschaftler arbeitet heutzutage gern mit computergestützten Berechnungen und muss sich auf die Meldungen der Behörden verlassen, die bekanntlich nicht immer die verlässlichsten (und schnellsten) sind.

    Seit Beginn der Corona-Testungen gibt es schlagartig keine Influenza mehr. Zudem weist alles darauf hin, das SARSCoV2 schon länger unter uns weilt als angenommen. Da vor dem März 2020 niemand testete, weiß man nicht, wie viele Grippetote vorher eigentlich Coronafälle waren, da der Test dies auch nicht differenziert.

    Die sog. Grippezeit (auch Corona ist ein Grippevirus) geht von der 40.KW d. alten bis zur 20.KW des neuen Jahres und ist innerhalb dieser Spanne verschieblich. Bei Corona hat man aber im Herbst nicht neu begonnen zu zählen, sondern kumuliert munter weiter.

    Wie die Sterblichkeit verläuft, kann man immer erst zum Ende einer Saison sagen.

  • 7
    8
    censor
    10.12.2020

    Grippewellen (Influenza) beginnen normalerweise über den Jahreswechsel, steigen dann schnell steil an. Der Höhepunkt wird zwischen der 6.u 10. Woche des neuen Jahres erreicht. Dann fällt die Kurve erst steil, dann flacher werdend, wieder ab u endet spätestens in der 20. KW. Übersterblichkeit gibt es meist an den Peaks dieser Kurven.

    Dieses Jahr nun haben wir eine andere Situation: Die Virenzeit begann bereits im Okt./Nov und steigt zum Dezember hin steil an. (und dann?) Jegliche Vorsichtsmaßnahmen und Lockdowns scheinen darauf keinen Einfluss zu haben. Insofern halte ich es für unerwiesen zu behaupten, die Hygienemaßnahmen hätten "zur Eindämmung des Infektionsgeschehens" geführt.

    Auffällig ist und bleibt, dass es keine Influenza mehr gibt. Zu behaupten, die Maßnahmen seien dafür verantwortlich, wäre unlogisch, denn dann müssten sie bei Corona erst recht helfen. Niemand weiß, wie die Kurve weiter verläuft (Peak). Es ist voreilig, jetzt schon Schlüsse zu ziehen.

  • 17
    9
    tomei
    10.12.2020

    @roofmaker.Vielen Dank für Ihren fundierten und ausgewogenen Kommentar !
    Wie wir alle wissen, hat so ein Friedhofsverwalter natürlich die viel größere Expertise als so ein paar schnöde Wissenschaftler.

  • 15
    7
    440214
    10.12.2020

    @dachdecker / roofmaker
    Was wollen Sie denn mit Ihrer Kuh eigentlich sagen? Das der Friedhofsverwalter als wissenschaftliche Größe mal besser zur Grundlage unseres Handels herangezogen werden sollte oder das die steigende Patientenzahl auf den Intensivstationen der Krankenhäuser nicht so wichtig sind wie wie das Geschäft? Oder was anderes?

  • 35
    20
    Maresch
    10.12.2020

    @roofmaker. Vielleicht sollten Sie Ihren Kommentar mal auf Logik überprüfen.

  • 31
    60
    roofmaker
    10.12.2020

    Ist interressant zu sehen das hier ein Durschnittswert im Vergleich zu den jetzigen Werten verglichen wird. Ich sage nur "Im Durschnitt war der Teich nur 50cm Tief und trotzdem ist die Kuh ersoffen." Wenn ich mit den Friedhofsverwalter der näheren Umgebung spreche und da ist definitiv eine Großstadt mit dabei, die sagen komischerweise, das sie bisher ( Herbst/Winter ) weniger Beerdigungen hatten, als in den letzten Jahren. Auch hier wird uns wieder Angst gemacht. Aber leider sterben bald ganz viele Geschäfte, Gastronomiebetriebe und Hotels, wenn die dann mit dazugerechnet werden stimmen dann die Zahlen.