Bis heute sorgt der Fall des verurteilten und in seiner Zelle gestorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein für wilde Spekulationen.
Bis heute sorgt der Fall des verurteilten und in seiner Zelle gestorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein für wilde Spekulationen. Bild: Andrew Leyden/ZUMA Press Wire/dpa
Welt
Gruppe erinnert in USA an heiklen Epstein-Geburtstagsgruß

Der US-Präsident weist jede Urheberschaft an dem mehr als 20 Jahre alten Gruß zum Geburtstag des verurteilten Sexualstraftäters Epstein zurück. Jetzt steht dieser an prominenter Stelle in Washington.

Washington.

Geburtstagsgrüße, die US-Präsident Donald Trump vor mehr als 20 Jahren an den verurteilten und mittlerweile gestorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geschrieben haben soll, sind in der US-Hauptstadt Washington als große Installation aufgetaucht. Eine Gruppe, die sich "The Secret Handshake" nenne, habe die etwa drei Meter hohe Reproduktion auf der National Mall - der Promenade zwischen dem Kapitol und dem Lincoln Memorial - aufgestellt, berichtete der US-Sender CNN. Epsteins Geburtstag ist am 20. Januar. 

Die als Karte inszenierte Installation zeigt auf der rechten Seite den Geburtstagsgruß, den Trump seinerzeit geschrieben haben soll, umrahmt von einem gezeichneten Frauenkörper und der Unterschrift "Donald" ungefähr auf der Höhe des Intimbereichs. Trump wies bereits nach dem Auftauchen von Kopien der Karte zurück, Urheber zu sein. 

Auf der linken Seite der Karte steht: "Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, du "großartiger Kerl"!". Die Installation sei am Sonntag aufgetaucht und habe die Erlaubnis, bis zum 23. Januar dort zu stehen, schrieb CNN unter Berufung auf die Gruppe. Zu ihr oder ihrer Motivation wurde nichts bekannt.

Epsteins Tod sorgt bis heute für wilde Spekulationen

Der in einflussreichen Kreisen gut vernetzte Finanzier Epstein hatte über viele Jahre einen Missbrauchsring betrieben und selbst systematisch Minderjährige missbraucht. Nach seiner Festnahme starb er 2019 mit 66 Jahren in seiner Gefängniszelle. In Teilen der US-Gesellschaft sorgte Epsteins Tod für wilde Spekulationen, weil er beste Kontakte in die US-amerikanische High Society hatte. Prominente und Milliardäre gingen bei ihm ein und aus – und auch Trump verbrachte Zeit mit Epstein, wie mehrere Party-Videos belegen. Trump wurde bisher nicht wegen eines Rechtsverstoßes im Zusammenhang mit Epstein angeklagt. 

Im Dezember unterschrieb Trump aufgrund des großen Drucks widerstrebend ein Gesetz des US-Kongresses, mit dem das Justizministerium verpflichtet wurde, Ermittlungsakten im Fall Epstein offenzulegen. Obwohl die Frist dafür verstrichen ist, ist erst ein Teil der Daten freigegeben. Trump wollte die Akten nicht veröffentlicht sehen - warum, ist unklar. Im Wahlkampf hatte er das noch gefordert. (dpa)

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