Hun Sen erklärt sich zum Wahlsieger in Kambodscha

Seit 33 Jahren bereits regiert Hun Sen Kambodscha. Nun kommen noch einmal mindestens fünf Jahre drauf. Der Dauer-Ministerpräsident kürte sich selbst zum Sieger der Parlamentswahl von Ende Juli. International war die Wahl massiv kritisiert worden.

Phnom Penh (dpa) - In Kambodscha hat sich Dauer-Ministerpräsident Hun Sen zum Sieger der umstrittenen Parlamentswahl von Ende Juli erklärt. Nach dem offiziellen Endergebnis gewann die Kambodschanische Volkspartei (CPP) alle 125 Sitze in der Nationalversammlung.

Damit bestätigten sich die vorläufigen Berechnungen. Das südostasiatische Land ist nach Einschätzung von Experten zurück auf dem Weg zum Ein-Parteien-Staat.

International war die Wahl massiv kritisiert worden. Die wichtigste Oppositionspartei ist seit vergangenem Jahr verboten. Ihr Vorsitzender sitzt unter dem Vorwurf des Hochverrats im Gefängnis. Andere Oppositionspolitiker flohen ins Exil. Bei der Wahl traten schließlich 19 Parteien an, viele davon allerdings zweifelhafter Natur. Keine von ihnen hatte gegen die Volkspartei eine Chance. Die CPP kam dem offiziellen Endergebnis zufolge auf 76 Prozent.

Hun Sen bedankte sich auf seiner Facebook-Seite am Mittwoch bei den anderen Parteien. «Danke an alle 19 Parteien, die im Wettbewerb dieser demokratischen Wahl dabei waren», schrieb er. Aus Sicht von internationalen Beobachtern war die Wahl allerdings alles andere als demokratisch. Der 65-Jährige regiert das Land bereits seit 33 Jahren. Mit dem jetzigen Erfolg kann er bis 2023 weitermachen.

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