Die israelische Armee hatte Einwohner eines Stadtteils von Teheran zur sofortigen Flucht aufgerufen.
Die israelische Armee hatte Einwohner eines Stadtteils von Teheran zur sofortigen Flucht aufgerufen. Bild: Mohsen Ganji/AP/dpa
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Israel bombardiert Irans Rundfunksender

Israel hat das Kommunikationszentrum der iranischen Rundfunkanstalt in Teheran bombardiert. Dennoch läuft der Sendebetrieb laut iranischen Angaben weiter.

Tel Aviv/Teheran.

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei einer weiteren Angriffswelle auch die staatliche iranische Rundfunkanstalt IRIB in Teheran bombardiert. "Vor kurzem hat die israelische Luftwaffe das Kommunikationszentrum des iranischen Terrorregimes angegriffen und zerstört", teilte die israelische Armee mit. Der Chef des Senders bestätigte den Angriff zwar, betonte aber zugleich, der Sendebetrieb gehe weiter. Die staatliche Rundfunkagentur Iribnews betonte sogar, der Sendebetrieb sei "in keiner Weise beeinträchtigt".

Kurz vor dem Angriff hatte ein israelischer Armee-Sprecher auf Persisch im Internet alle Bewohner des Stadtteils Evin aufgerufen, sich angesichts unmittelbar bevorstehender Bombardierungen in Sicherheit zu bringen. Dazu wurde eine Karte der Hauptstadt mit dem markierten Gebiet veröffentlicht, in dem auch die iranische Rundfunkanstalt liegt.

"Liebe Bürgerinnen und Bürger, zu Ihrer Sicherheit und Gesundheit bitten wir Sie dringend, das auf der Karte markierte Gebiet unverzüglich zu verlassen. Ihre Anwesenheit in diesem Gebiet gefährdet Ihr Leben", war auf Persisch zu lesen. Allerdings dürfte die Warnung kaum viele Menschen rechtzeitig erreicht haben, da die Behörden das Internet im Iran nach Beginn der israelisch-amerikanischen Luftangriffe am Samstag gesperrt haben. Über mögliche Opfer wurde zunächst nichts mitgeteilt. (dpa)

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