Immer wieder kommen Menschen bei der Fahrt übers Mittelmeer ums Leben. (Archivbild)
Immer wieder kommen Menschen bei der Fahrt übers Mittelmeer ums Leben. (Archivbild) Bild: Francisco Seco/AP/dpa
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Mehr als ein Dutzend Leichen an Italiens Küsten angeschwemmt

Aller Gefahr zum Trotz machen sich Migranten auf den Weg übers Mittelmeer nach Europa. Im Winter ist das Risiko besonders groß. Befürchtet wird, dass in den vergangenen Wochen Hunderte starben.

Palermo.

An Italiens Küsten sind mehr als ein Dutzend Leichen angeschwemmt worden – vermutlich Migranten, die beim Versuch ums Leben kamen, das Mittelmeer zu überqueren. An Stränden auf Sizilien sowie in der süditalienischen Region Kalabrien wurden nach Angaben von Behörden in den vergangenen Tagen mindestens 15 Tote gefunden. Vermutet wird, dass die Menschen in den vergangenen Wochen auf hoher See Winterstürmen zum Opfer fielen. 

Die Fahrt übers Mittelmeer nach Europa gilt auch bei normalen Wetterbedingungen als gefährlich. Oft werden Migranten von Schleppern aus Ländern wie Libyen und Tunesien in Schiffen auf den Weg geschickt, die kaum seetauglich sind. Hilfsorganisationen befürchten, dass in diesem Winter mehrere Hundert Menschen ertrunken sind. Auch auf hoher See wurden bereits Leichen gefunden, sowohl von der Küstenwache als auch von zivilen Schiffen wie Fischerbooten.

Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen ein

In der Nähe von Tropea, einem Badeort am Festland, wurde nach Angaben von Dienstag eine Leiche von Schülern entdeckt. Der unbekannte Mann trug eine orangefarbene Rettungsweste. Auch eine Frau, die keine Papiere bei sich hatte, wurde tot geborgen. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein. Auch auf der kleinen italienischen Insel Pantelleria wurden Leichen gefunden. 

Italien gehört zu den Ländern, die von der Fluchtbewegung übers zentrale Mittelmeer besonders betroffen sind. Jedes Jahr landen Zehntausende mit Booten an Italiens Küsten. Die Rechts-Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte ihren Kurs in der Migrationspolitik in der vergangenen Woche nochmals verschärft. (dpa)

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