Syrische Regierungstruppen setzen Kurdenmilizen unter Druck und übernehmen immer mehr Gebiete von ihnen.
Syrische Regierungstruppen setzen Kurdenmilizen unter Druck und übernehmen immer mehr Gebiete von ihnen. Bild: Baderkhan Ahmad/AP/dpa
Welt
Neuer Waffenstillstand in Syrien vereinbart

Syrien kommt auch unter der neuen Übergangsregierung nicht zur Ruhe. Regierungstruppen setzen Kurdenmilizen unter Druck und übernehmen immer mehr Gebiete von ihnen. Nun gibt es eine Einigung.

Damaskus.

Nach erneuten Gefechten in Nordsyrien haben sich die Übergangsregierung und die kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) auf einen Waffenstillstand geeinigt. Das bestätigten die SDF und das Verteidigungsministerium in Damaskus. 

Laut Ministerium soll der Waffenstillstand zunächst für vier Tage gelten. Er beginne heute um 20.00 Uhr (Ortszeit, 18.00 Uhr MEZ). Die SDF erklärten die "volle Verpflichtung" ihrer Streitkräfte zu der Vereinbarung. 

In einer von der staatlichen Nachrichtenagentur Sana veröffentlichen Regierungserklärung hieß es, den SDF wurden vier Tage eingeräumt, um einen konkreten Plan zur praktischen Integration der Provinz Hasaka auszuarbeiten. Ziel der Übergangsregierung in Damaskus ist es, Syrien nach dem Sturz von Machthaber Baschar al-Assad zu einen. Für die Kurden, die im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat einer der wichtigsten Verbündeten der USA waren, bedeutet das im Umkehrschluss, dass sie Gebiete, Macht und erkämpfte Rechte verlieren können oder abgeben müssen. 

Die Regierungstruppen und ihre Verbündeten rücken seit mehreren Tagen immer weiter in die von SDF kontrollierten Gebiete im Norden und Osten des Landes vor. Dabei übernahm die Übergangsregierung in den vergangenen Tagen bereits die Kontrolle über die Provinzen Rakka und Dair as-Saur. (dpa)

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