Machado hatte ihren Nobelpreis Trump gewidmet. (Archivbild)
Machado hatte ihren Nobelpreis Trump gewidmet. (Archivbild) Bild: Heiko Junge/NTB Scanpix/AP/dpa
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Nobelinstitut: Nobelpreis kann nicht übertragen werden

Die venezolanische Oppositionsführerin Machado hatte ihren Nobelpreis US-Präsident Trump gewidmet. Später sagte sie, sie wolle den Preis mit ihm teilen. Jetzt meldet sich das Nobelinstitut zu Wort.

Oslo.

Die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado kann ihren Nobelpreis weder an US-Präsident Donald Trump weitergeben noch mit ihm teilen. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die das Nobelinstitut in Oslo auf seiner Webseite veröffentlicht hat. "Ein Nobelpreis kann weder widerrufen, geteilt noch auf andere übertragen werden. Sobald die Bekanntgabe erfolgt ist, ist die Entscheidung endgültig", heißt es dort. 

Die Veröffentlichung der Mitteilung folgt auf eine entsprechende Andeutung Machados in einem am Montag ausgestrahlten Interview des US-Senders Fox News. Auf die Frage des Moderators Sean Hannity, ob sie angeboten habe, Trump ihren Nobelpreis zu geben, antwortete sie: "Es ist noch nicht passiert. Aber ich würde ihm sicherlich gerne persönlich sagen, dass wir – das venezolanische Volk, denn dies ist eine Auszeichnung des venezolanischen Volkes – ihm diese Auszeichnung gerne überreichen und mit ihm teilen möchten." Was der US-Präsident geleistet habe, sei historisch. "Es ist ein großer Schritt in Richtung eines demokratischen Wandels." Es war zunächst unklar, ob ihre Aussage wörtlich oder symbolisch zu verstehen ist.

Die US-Streitkräfte hatten am vergangenen Wochenende Ziele in Venezuela angegriffen sowie den autoritären Staatschef Maduro und dessen Ehefrau Cilia Flores gefangengenommen und außer Landes gebracht. Maduro wurde in New York unter anderem wegen Drogendelikten angeklagt. 

Machado widmete ihren Nobelpreis dem US-Präsidenten

Bereits kurz nach der Verkündung des Friedensnobelpreises im Oktober hatte Machado auf der Plattform X die Auszeichnung "dem leidenden Volk Venezuelas und Präsident Trump" für dessen "entschlossene Unterstützung unserer Sache" gewidmet. In dem Fox News-Interview schien sie nun einen Schritt weiterzugehen. 

In der Mitteilung des Nobelinstituts hieß es weiter, grundsätzlich kommentiere man nicht die Äußerungen und Handlungen der Friedensnobelpreisträger nach der Verleihung der Auszeichnung. Das Mandat des Komitees beschränke sich darauf, die Arbeit und die Leistungen der nominierten Kandidaten bis zum Zeitpunkt der Entscheidung über den Friedensnobelpreis zu bewerten. Aber: "Dies hindert das Komitee nicht daran, die zukünftigen Bemühungen der Preisträger aufmerksam zu verfolgen, auch wenn es weder seine Besorgnis noch seine Zustimmung zum Ausdruck bringt."

Treffen mit Trump in der kommenden Woche?

US-Präsident Trump hatte kürzlich ein mögliches Treffen mit Machado kommende Woche angedeutet. Auf die Frage des Fox-News-Moderators Hannity, ob er Pläne habe, die Nobelpreisträgerin zu treffen, sagte Trump, er habe gehört, dass sie nächste Woche irgendwann kommen werde. "Und ich freue mich darauf, sie zu begrüßen". Konkreter wurde er dabei nicht. 

Nach der Gefangennahme Maduros hatte sich Trump skeptisch über die Eignung der Oppositionsführerin als dessen Nachfolgerin geäußert. "Ich denke, es wäre sehr schwierig für sie, die Führungsposition zu übernehmen, da sie weder die nötige Unterstützung noch den nötigen Respekt im Land genießt", sagte er am Wochenende. "Sie ist eine sehr nette Frau, aber ihr fehlt der Respekt der Bevölkerung." (dpa)

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