Putin würdigt Verdienste der Sowjets bei Befreiung Europas

Mit einer riesigen Waffenschau feiert Russland den Sieg über Hitler-Deutschland vor 75 Jahren. Und das trotz der Corona-Pandemie. Vom Kremlchef Putin gab es einmal mehr mahnende Worte.

Moskau (dpa) – Mit der größten Militärparade der russischen Geschichte hat Kremlchef Wladimir Putin an die Befreiung Europas vom Hitler-Faschismus vor 75 Jahren erinnert.

«Es ist nicht möglich, sich vorzustellen, was mit der Welt passiert wäre, wenn die Rote Armee sie nicht verteidigt hätte», sagte der Präsident am Mittwoch auf dem Roten Platz in Moskau.

Er nahm bei Sonnenschein die Parade mit Panzern, Raketen, einer Flugschau und mehr als 13 000 Soldaten ab - trotz der Corona-Pandemie. Anlass war der 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Hitler-Deutschland. Die Parade war eigentlich am 9. Mai geplant gewesen, wurde wegen der Corona-Pandemie aber verlegt.

Putin warnte zugleich vor Versuchen der Geschichtsfälschung. «Das Volk der Sowjetunion hat einen nicht wieder gutzumachenden Preis für die Freiheit Europas gezahlt.» Die Menschen der Sowjetunion hätten die Hauptlast getragen. 27 Millionen Todesopfer zählte das Anfang der 1990er Jahre zerfallene Land im Zweiten Weltkrieg. Das sei die «Wahrheit über den Krieg», die nie vergessen werden dürfe.

In Parade-Uniform marschierten Soldaten von insgesamt 13 Staaten ohne Schutzmasken dicht an dicht vor internationalem Publikum über den Roten Platz. Angereist waren Vertreter etwa aus China, Indien, der Mongolei und Serbien. Von den einst 15 früheren Sowjetrepubliken waren 10 vertreten, darunter die Staatschefs von Belarus (Weißrussland), Alexander Lukaschenko, von Kasachstan, Kassym-Schomart Tokajew, und sein Kollege aus Tadschikistan, Emomali Rachmon.

Die Waffenschau war wegen der Corona-Pandemie umstritten. Am Mittwoch überschritt Russland die Marke von landesweit 600.000 Infizierten. Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte vor der Gefahr von Massenveranstaltungen gewarnt. Viele Gäste auf der Tribüne trugen keinen Mund-Nasen-Schutz. Der deutsche Botschafter Géza Andreas von Geyr war einer der wenigen mit einer Maske - in Schwarz.

Der kirgisische Präsident Sooronbaj Scheenbekow verzichtete dagegen nach seiner Landung in Moskau auf eine Teilnahme, weil es seinem Präsidialbüros zufolge zwei Corona-Fälle in der Delegation gab. Der Staatschef selbst sei aber nicht erkrankt. Alle Teilnehmer der Parade mussten sich Corona-Tests unterziehen, um dabei sein zu dürfen.

Unter den Zehntausenden Schaulustigen in der russischen Hauptstadt, die entlang der Absperrungen die Parade aus der Ferne verfolgten, waren ebenfalls nur wenige mit Schutzmasken unterwegs. Die Polizei hatte den Roten Platz weiträumig mit Metallgittern abgesperrt. Die Menschen hofften, das Kriegsgerät aus der Nähe sehen zu können.

Mehr als 200 Panzer und Fahrzeuge mit Atomwaffen und Interkontinentalraketen rollten über dem Roten Platz. Die Parade war zugleich eine Machtdemonstration Russlands. Gezeigt wurden etwa das modernisierte Flugabwehrsystem Panzir-SM, das Luftabwehrsystem S-350 und der Schützenpanzer BMP Armata. Aber auch historische Panzer wie der berühmte T-34 aus der Kriegszeit fuhren durch Moskau.

Putin bot in seiner Rede der internationalen Gemeinschaft einmal mehr an, an einem System für die weltweite Sicherheit zu arbeiten. «Nur zusammen können wir sie (die Welt) vor neuen gefährlichen Bedrohungen beschützen.» Es sei wichtig, die Freundschaft und das Vertrauen zwischen den Völkern zu stärken. Russland sei offen für einen Dialog.

Der Kremlchef saß während der Waffenschau neben Veteranen auf der Ehrentribüne, von denen einige bereits die erste Parade nach Kriegsende - am 24. Juni 1945 - erlebt hatten. Die Waffenschau war wegen der Corona-Pandemie auf dieses Datum verlegt worden.

© dpa-infocom, dpa:200624-99-543762/4

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40Kommentare
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  • 1
    5
    Maresch
    28.06.2020

    @Freigeist. Kosovo? Wo ist der Zusammenhang zur Sowjetunion?

    Inwieweit Polen seit 1989 nicht frei und kein souveräner Staat sein soll, erschließt sich Ihnen vermutlich selbst nicht.

    Sie haben aber natürlich recht, wenn sich die Ukraine eine gewisse Freiheit herausnimmt, dann marschieren nachweislich russische Truppen ein.

  • 3
    1
    klapa
    27.06.2020

    'Es ist nicht möglich, sich vorzustellen, was mit der Welt passiert wäre, wenn die Rote Armee sie nicht verteidigt hätte'. - Putin

    Nur darum geht es zum Jahrestag des Sieges und in diesem Beitrag.

    Dass die UdSSR auch Machtpolitik mit all ihren Misshelligkeiten und Ungerechtigkeiten betrieben hat bis zu ihrem Untergang, dass der russische Präsident auch ein Machtpolitiker ist, der die Interessen seines Landes im Auge haben muss, steht außer Frage.

    Und wer wollte das in dieser Welt den ehemaligen Führern der SU und Putin heute übel nehmen bzw. ankreiden? Das ist ganz einfach lächerlich, weil das eben die Zeit des Kalten Krieges war bzw. die Welt von heute ist.

    Durch Wodka angeheiterte Orchesterdirigenten werden da als Politiker nicht ernst genommen und einfach untergebuttert.

    Im Westen passiert diesbezüglich überhaupt nichts Anderes.

  • 2
    1
    Freigeist14
    27.06.2020

    acals@ Mit billiger Polemik dürfen Sie sich nicht ausnehmen . Putin hat in seine Rundumschlag zweifellos unangenehme Episoden der Vorkriegsgeschichte ausgeklammert . Das kann man aber auch als verbitterte Reaktion auf die EU -Resolution der Gleichsetzung von Faschismus und Kommunismus sehen , die die Sowjetunion für den Zweiten Weltkrieg mitverantwortlich macht . So etwas wäre bis in die 80er Jahre völlig undenkbar gewesen - die Geschichte so einseitig umzuschreiben und EIGENES VERSAGEN des Westens dabei unter den Tisch fallen zu lassen .

  • 2
    1
    Freigeist14
    27.06.2020

    Maresch@ so frei wie der Kosovo , die Ukraine oder heute Polen ? Übrigens wurde die Parade in Moskau auf Phoenix übertragen . Aber die anschließende Rede Putins wurde NICHT simultan übersetzt . Wenn diese so aggressiv oder einseitig gewesen wäre hätte man doch den russischen Präsidenten vorführen können . Aber lieber Vorurteile oder geübte , bewährte Feindbilder pflegen . Nicht wahr ? Übrigens ...aus Wikipedia zitieren kann jeder , acals@ . Und nicht immer unpassende Passagen überlesen .

  • 1
    0
    klapa
    27.06.2020

    Nicht nur ein bisschen off, aber im Zusammenhang mit dem Kriegsende für historisch Interessierte durchaus hörens- bzw. aus anderen Quellen auch lesenswert.

    'Eine polnische Besatzungszone im Emsland - Als Haren Maczków hieß' - ARD
    - https://www.ardaudiothek.de/das-feature/eine-polnische-besatzungszone-im-emsland-als-haren-maczk-w-hiess/74259320

  • 2
    4
    Maresch
    27.06.2020

    Frei wurden Teile Europas tatsächlich erst wieder mit dem Ende der kommunistischen Staatsführungen und dem Zerfall der Sowjetunion.

  • 1
    5
    acals
    27.06.2020

    Wie entlarvend, die billigste Polemik der Nachredner. Sie steht hier - und ist schwarz auf weiss festgehalten. ...

  • 0
    0
    Nixnuzz
    26.06.2020

    @@silvio9773:: Sorry - aber hier falsch angekommen. Internet hat wieder Aussetzer.

  • 2
    1
    klapa
    26.06.2020

    Wen es interessiert, die Eroberung der russischen Gebiete durch Polen wird sehr prägnant und nachvollziehbar in Ostrowskis Roman 'Wie der Stahl gehärtet wurde' beschrieben.

  • 2
    0
    Nixnuzz
    26.06.2020

    @silvio9773: Niveau - ne muss nich. War nur der blauäugige Hinweis das in diesem Staat für (fast) alles Vorschriften inklusive Freiheit gelten. Ausser Sie sind Regierungsmitglied auf höchster Ebene. Da gelten nur die Mediengesetze der öffentlichen Meinung oder so...

  • 4
    0
    klapa
    26.06.2020

    Versuchen wir bitte ganz sachlich zu sein. Ich wende mich an die, die Fakten als solche akzeptieren.

    Die angeführten materiellen Leistungen sind auf der Grundlage des amerikanischen Leih- und Pachtgesetzes vom 18.Februar 1941 durch die USA u. a. an die UdSSR erbracht worden.

    Diese Gerätschaften und Waffen sind beinahe ausschließlich durch sowjetische Soldaten bedient worden.

    … doch spricht die Tatsache, dass sowjetische Soldaten unter horrenden Verlusten, aber noch ohne nennenswerte Unterstützung aus den USA, im Dezember 1941 den Vormarsch deutscher Panzer knapp vor Moskau aufhielten, gegen die These vom unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch der Sowjetunion. – Welt 24.04.09

    Der Spiegel vom 08.05.48 veröffentlicht ähnliche Zahlen die materielle US-Hilfe betreffend und behauptet, diese Leistungen, die nach der ‚Welt’ etwa 10% der sowjetischen Kriegsproduktion ausmachten, seien bis heute nicht durch die UdSSR beglichen worden.

    Seit der Spiegelveröffentlichung sind 72 Jahre vergangen.

    Findet jemand aus dem Forum einen Beleg dafür, dass diese russischen Hilfeleistungen irgendwann beglichen worden sind. Vielleicht gibt es auch Hinweise auf einen Deal zwischen beiden Staaten.

    Ich wäre ihm sehr dankbar.

  • 2
    1
    Freigeist14
    26.06.2020

    Herr acals@ wieder in Hochform , die Geschichte umzuschreiben . Gääähn .... . Das der Finnland -Krieg für die UdSSR nahezu verloren ging und sich Finnland 1941 auf die Seite des deutschen Aggressors schlug , muss man auch nicht erwähnen . Ohne Finnland keine Blockade Leningrads , in der nebenbei der Bruder Putins verhungern musste . Putin bezog sich bei seinen Ausführungen ausschließlich auf Dokumente aus russischen /sowjetischen Archiven . Die scharfe antisowjetische Haltung Polens (auch eine Diktatur ) gegenüber der UdSSR spielt für acals auch keine Rolle , die das Zuhilfekommen für die Tschechoslowakei 1938 verhinderte , die vom Westen "geopfert "wurde . Die UdSSR besetzte 1939 die ostpolnischen Gebiete ,die Polen 1920/22 jenseits der "Curzon-Linie " erobert hatte . Und so hatte die Wehrmacht 1941 "mehr " Gebiete zu erobern , die vielleicht Moskau vor der totalen Vernichtung bewahrte .

  • 5
    1
    Lesemuffel
    26.06.2020

    acals, wenn noch etwas Zeit vergeht, werden Sie beschreiben "am 22.6.41 hat die Sowjetunion Deutschland überfallen". Die Studebaker sind aber nicht von allein gefahren, können Sie dem zustimmen. Ihr Bedauern, dass die Faschisten ihren selbst herbeigeführte Krieg gegen die Welt verlieren müssten und die Sowjets dabei den Hauptanteil hatten, können Sie wohl nur schwer verkraften!

  • 2
    6
    acals
    26.06.2020

    Angreifer und Verteidiger: Was auch unser Wladimir immer "vergisst" zu erwähnen - der Schwerkriminelle Stalin hat Finnland überfallen (russ. Opferzahlen?) - und sah sich einer heldenhaft kämpfenden Nation gegenüber, die den Aggressor den Winter über im Schach halten konnte. Und das trotz Bomben auf zivile Ziele ... bzw gerade deswegen.
    Und Polen?

    Wurde nun bei der Siegesparade auch über die Niederwerfung der Finnen und Polen gejubelt?

    Insofern lügt dann Wladimir rotzfrech, denn zB der Ribbentrop-Molotow Pakt schloss militärische Aktionen ein (und dabei gibt es halt Tote sprich Krieg), und war alles andere als ein Friedenspakt bzw. unterstrich die kriegerischen Absichten. Das nennt man Geschichtsverdreher ... denn an ihren Taten werdet ihr sie erkennen.

    Das gerät auch bei uns in Dt immer wieder schnell in Vergessenheit, genauso die Ausstattung der roten Armee. Daher rührt dann auch die Mär das der Westen die Ausdehung der SU auf Europa unterbinden wollte.

    Wer hat denn ua 200000 Studebaker geliefert, mit denen erst die Stalin-Orgel gebaut wurde, 1/3 aller Sprengstoffe, 15000 Flugzeuge, 7000 Panzer, > 100000 MG's und > 15 Mio Paar Stiefel uvm an die SU geliefert?

    Wäre Herr Putin ein Staatsmann von Format würde er zudem Herrn Stalin zitieren "Ich erhebe mein Glas auf die amerikanische Autoindustrie und die amerikanische Ölindustrie."

  • 2
    2
    Freigeist14
    26.06.2020

    ralf@ das geht sehr wohl . Angreifer und Verteidiger dürfte man ja wohl noch unterscheiden . Das niemand den einfachen wehrpflichtigen Landser meint ,liegt auf der Hand . Aber ohne Vorrücken der Wehrmacht keine Einsatzgruppen und versuchte rücksichtslose Germanisierung .

  • 2
    1
    Freigeist14
    26.06.2020

    Heute konnte Ulf Mauder wieder vom Leder ziehen und kein gutes Haar an "Putin " lassen . Der Journalist macht sich auch keine Mühe seine tendenziöse Berichterstattung zu verbergen . Nur sollte man nicht alles für bare Münze nehmen . Wenn man von dominanten Staatsmedien schreibt kann man unterschlagen ,daß kleinere unabhängige Medien sehr wohl sehr kritisch schreiben können . Wo gibt es das hierzulande noch ? Auch ist die pauschale Behauptung der permanenten Manipulationen durch nichts zu belegen . Der Hinweis auf "Wahlbeobachter " sollte reichen .

  • 2
    1
    Nixnuzz
    25.06.2020

    @Malleo: Ich stelle nicht die Gesamtopferzahl infrage. Nur wann wurde mit dem statistischen Zählen aufgehört? Das z.B. die Nachwirkungen von Hiroshima und Nagasaki noch heute dazuaddiert werden ist gut. Nur welche Bereinigungsprozesse - nicht Gerichtsprozesse - mit Todesopfern wurden der jeweils nationalen Opferzahl zugerechnet? Würde soetwas das Bild mancher Ehrungsrede beeinträchtigen?

  • 1
    1
    ralf66
    25.06.2020

    @MuellerF, nee das geht so nicht, dann müsste man das auch mit den Deutschen so machen.

  • 5
    2
    klapa
    25.06.2020

    'Putin würdigt Verdienste der Sowjets' herablassend wie üblich bei dpa und FP muss es, aus welchen Gründen auch immer, nachdrucken.

    Putin würdigt Verdienste der Roten Armee, wäre korrekt gewesen.

  • 4
    2
    Malleo
    25.06.2020

    Nix
    Fühlen Sie sich besser; wenn die Toten des Gulag oder NKWD - deutsche wie russische Opfer bei der Aufrechnung der Weltkriegsopfer mit dazugezählt oder eleminiert werden?
    Es sind Opfer des WK II.

  • 3
    2
    MuellerF
    25.06.2020

    @ralf: Das politische System damals sollte getrennt von der militärischen Leistung betrachtet werden, denn die meisten Soldaten kämpften in erster Linie für ihre Heimat, nicht für den Kommunismus , Besatzung oder Diktatur .

  • 6
    5
    Freigeist14
    25.06.2020

    ralf66@ Gratulation zur Freischaltung des Neuen Geschichtsrevisionismus westlicher Lesart.

  • 4
    7
    ralf66
    25.06.2020

    Putin liegt hier gewaltig schief, das sowjetische System unter Stalin was Verdienste bei der Befreiung von Europa haben soll war selbst so verbrecherisch, dass man es hätte selber bekämpfen müssen!
    Für einige Länder in Europa endete 1945 die deutsche Besatzung und der Krieg, ersetzt wurden das dann nahtlos durch eine sowjetisch-kommunistische Diktatur.

  • 3
    2
    Freigeist14
    25.06.2020

    ralf66 Nach der Kursker Schlacht bekam die Wehrmacht das "Heft des Handelns" nicht mehr zurück. Es ging nur noch darum , den Rückzug aufzuhalten oder zu verlangsamen . Das war 1943 . Der Zusammenbruch der Heeresgruppe Mitte 1944 machte den Weg "Nach Berlin " endgültig frei . Ein Satz noch zum Gefasel von "Nixnuzz " . Das Hunderttausende oder gar Millionen keine militärischen Opfer sind sondern der blanken Barbarei des Vernichtungskrieges durch Erschießen .,Aushungern oder treiben in die Sümpfe starben kommt den Salon-Historikern nicht in den Sinn .

  • 8
    2
    Freigeist14
    25.06.2020

    nixnuzz,@ Welche Rechnung wollen Sie hier aufmachen oder Behauptungen oder den geringsten Belege aufstellen ? Soweit wäre nicht mal Guido Knopp gegangen. Zu Ihrem Fundus an Fragen ,die Sie so beschäftigen , möchte ich noch eine hinzufügen :Wer denkt sich solchen kruden Mumpitz ( Subjektive Solidarität ) aus ?

  • 5
    2
    klapa
    25.06.2020

    Sie haben völlig Recht, Nixnuzz, hat aber mit dem Ergebnis des Krieges selbst erstmal nichts zu tun.

    Auch ich bezeiche Stalin als Massenmörder an seinem eigenen Volk.

    Das hat aber mit seinen Verdiensten als Oberbefehlshaber der Roten Armee zunächst einmal nichts zu tun.

    So widersprüchlich sind eben Menschen.

  • 3
    3
    Nixnuzz
    25.06.2020

    @Malleo: 1 wirrer grüner...Daumen. Ansonsten bleibt für mich die Frage, wieviel Bürger der UdSSR noch nach Potsdam 1945 zu militärischen Kriegsopfern wurden und zur Gesamtopferzahl der UdSSR hinzuaddiert wurden.

  • 5
    1
    Malleo
    25.06.2020

    nix...
    Wirres Zeug, was Sie da schreiben!
    Es geht einfacher.
    Krieg finden jene schön, die ihn noch nicht erlebt haben!

  • 5
    2
    klapa
    25.06.2020

    Ich akzeptiere Ihre Meinung; ich denke anders darüber.

  • 4
    9
    MuellerF
    25.06.2020

    @klapa: um die Kriegs-Opfer der SU zu ehren, muss man nicht unbedingt live an Putins Militärshow teilnehmen...

  • 7
    2
    klapa
    25.06.2020

    Es ist auch für Militärhistoriker klar, dass die Wehrmacht nach der Panzerschlacht am Kursker Bogen die strategische Initiative verloren hatte.

    Es ging für die Westalliierten allein darum zu verhindern, dass ganz Europa den Russen überlassen wird.

    Allein dieses Ziel dominierte das militärische Handeln der Westmächte.

  • 2
    7
    Nixnuzz
    25.06.2020

    333 - bei Issoss Keilerei. Ein Hoch auf die Militäranalysten für jede nachermittelte Schlacht und deren Schlacht-Schachzüge. Was lehrt uns die Welt: Es kann irgendwann irgendwie irgendwo wieder passieren. Wieviel Innenpolitik für sein eigenes Volk muss zum Machterhalt - Ausbau auf Kosten anderer extern umgesetzt werden? Ohne den Geschichtsverlauf der letzten 100 Jahre hier wäre ich wohl nicht als Migrant und Flüchtling entstanden. Zu welchen wissenschaftlichen militärtechnischen "Superleistungen" hat das Ganze geführt - und hat uns den GröFaZ doch nicht erhalten können. Wieviel Verlierer oder Gewinner oder Träumer hat uns das Ganze beschert? Welche Entscheidung wo von wem war falsch oder richtig - damals? Nur wieviele Träumer möchten heute eine gleiche Ausgangssituation wie damals zu den Olympischen Spielen deutscher Nation wiederhaben? Bei aller "Aufarbeitung" oder "Aufzeigung" damaliger Handlungen bis hin zum Einzelnen - das Ausblenden des politischen Weges dahin findet doch manchmal wieder statt. Selektives Fachwissen und daraus persönliche Schlussfolgerungen mit entsprechenden egoistischen Forderungen bringt das Zusammenleben nicht vorwärts. Und einen Staat durch die Untiefen von Macht und Neid zu führen ist sicherlich nicht einfach. Und da können Gedenkfeiern mit militärischem Gepränge und Negierung eigener Historie nicht förderlich sein. Es lebe die subjektive Solidarität...

  • 1
    2
    ralf66
    24.06.2020

    @Freigeist14, ob Stalingrad oder die Schlacht bei Kursk im Kursker-Bogen die Wende des Krieges waren oder sind, dass ist wenn man alles betrachtet fraglich.
    Richtig ist, dass Stalingrad ein derber militärischer Einbruch war, die 6.Armee der kampfstärkste Verband an der Ostfront mit ca. über 200.000 Mann ging im Kessel von Stalingrad verloren wobei ca. 100.000 Mann in die Gefangenschaft gingen nur 6000 Mann sahen bis 1955 die Heimat wieder.
    Die Schlacht von Kursk sollte für die Wehrmacht eine neue Wende der Offensive bringen, endete aber mit hohen Verlusten wie aber auch gleich für die Russen in einer Pattsituation. Militärisch gesehen hätte man diese zwei Niederlagen noch auffangen, bereinigen können, dass hier zu erklären würde jeden Kommentar in der Länge ausufern lassen, Erich v. Manstein hat dazu viele hundert Seiten gebraucht, um diese militärischen Dinge zu erklären.
    Das die Heeresgruppe Mitte im Sommer 1944 auch noch zusammenbrach, der eigentliche Genickschuss der Ostfront, diese ganze Sache bedarf vieler Untersuchungen, wobei der eine zu dem, der andere zu wieder einem anderen Ergebnis kommen wird, Manstein konnte sich zu Lebzeiten mit dieser Thematik nicht mehr vollständig auseinandersetzen, weil er dazu zumindest einiges nicht erfahren hat, nicht wissen konnte, alles das kann man auf ein gewisses Datum mit den dazugehörigen militärischen Kräften vom Juli 1944 festmachen und auch erklären, ja sogar nachweisen.
    Auch der D-Day, Juni 44, die Eröffnung der Zweiten Front in Frankreich, von Stalin viel früher gefordert, war im Hinblick auf die Durchführung bis hin zur deutschen Kapitulation im Mai 1945 für die Alliierten in Bezug was ihnen an Material und Mannschaft zur Verfügung gestanden hatte keine militärische Glanzleistung, auch hier hatte das Gelingen viele andere Gründe.

    .

  • 3
    7
    Nixnuzz
    24.06.2020

    Und ab wann hat Stalin nach dem Einmarsch A.H. seinen Krieg parallel gegen das eigene Volk geführt? Wie lange wurden nach Mai/Juni 45 noch Menschen als Opfer des Krieges betrachtet oder gezählt? Wurde intern noch bis zum Tode Stalins diese Zählung "praktisch" hinter dem "Eisernen Vorhang" fortgeführt?

  • 8
    1
    Freigeist14
    24.06.2020

    Malleo@ das stimmt so nicht . Erst mit Pearl Harbor im Dezember 1941 begann für die USA der Krieg . Und die Befreiung des Pazifik ist der unbestreitbare Verdienst der US-Amerikaner . Nach der verlorenen größten Panzerschlacht aller Zeiten bei Kursk 1943 war der Weg nach Berlin de Facto für die Rote Armee frei : Die Wehrmacht gewann nie wieder eine Schlacht an der Ostfront . Die Eröffnung der Westfront 1944 band nun weitere Divisionen der Wehrmacht zur Beschleunigung der Niederlage und Entlastung der Roten Armee . ABER : Es war nicht die entscheidende Wende des Krieges - so wie es heute ahistorisch in den USA postuliert wird und von unterwürfigen Politikern Europas nachgeplappert wird .

  • 15
    3
    Malleo
    24.06.2020

    acals
    Um sie einzufangen ob ihrer Russophobie:
    Trumen 24.06.41 zur Eröffnung der 2. Front.
    "Wenn wir sehen,dass D siegt, sollten wir den Russen helfen und wenn R gewinnt, sollten wir D helfen damit auf beiddn Seiten möglichst viele krepieren."
    Die Amerikaner griffen erst ein als der Krieg strategisch für D verloren war und die Gefahr bestand, dass die Russen bis an den Ärmelkanal gelangen könnten.
    Die 2. Front war nie eine Kriegswende. Das so zu bezeichnen ist einfach nur dumm!
    Weiß jemand, ob Maas in Moskau war oder sind die BW Piloten in Quarantäne?

  • 14
    2
    Freigeist14
    24.06.2020

    Manche Kritik fruchtet eben nicht . Aber auch ein Putin würde sich seine Freunde eher selber aussuchen , wenn er impertinent geduzt werden würde . Das es ohne die Opfer der Roten Armee keinen Sieg über Hitlerdeutschland gegeben hätte , wäre nach 1945 von niemanden in Frage gestellt worden . Heute feiert man die Landung in der Normandie als "Wende des Krieges " und unterschlägt dabei ,daß die Entscheidungschlachten bereits entschieden waren : Stalingrad und die Schlacht bei Kursk .

  • 11
    1
    mops0106
    24.06.2020

    Wer sich faschistisch verhält, sei noch dahingestellt.

  • 2
    21
    acals
    24.06.2020

    Aber klapa - unser Wladimir hatte doch erst kuerzlich AfD'ler als aufrechte Demokraten zur Beobachtung dessen was nach seiner Meinung Wahlen sind eingeladen. Ein Freund eines Freundes finanziert dann auch ... und das ist schon mehrfach vorgekommen.

    Waldimir hat es sich bestimmt nicht nehmen lassen unsere Faschisten auch zu "dieser Party" einzuladen ... und zeigt der Welt wie aus erbitterten Gegnern Klassenbrueder werden koennen.

  • 17
    5
    klapa
    24.06.2020

    Darf gefragt werden, welche deutschen Repräsentanten bei der großen Parade anwesend waren, um den unschätzbaren Anteil der Roten Armee bei der militärischen Niederwerfung Hitlerdeutschlands zu würdigen?

    27 Millionen Sowjetbürger starben im Großen Vaterländischen Krieg, wie er in Russland genannt wird, eine Zahl, die bis heute kaum bekannt ist in Deutschland, wie die Zeit schreibt.

    Vor denen dürfen sich auch die heutigen deutschen Politiker symbolisch verneigen.