US-Präsident Donald Trump will sich in Davos mit mehreren Partien treffen.
US-Präsident Donald Trump will sich in Davos mit mehreren Partien treffen. Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
Welt
Trump kündigt Treffen zu Grönland in Davos an

Wie geht es zwischen den USA und Europa weiter im Grönland-Konflikt? US-Präsident Trump will in der Schweiz mit "beteiligten Parteien" reden.

Washington/Davos.

Im Grönland-Konflikt zwischen den USA und Europa hat US-Präsident Donald Trump ein Treffen der beteiligten Parteien in Davos in der Schweiz angekündigt. Den avisierten Gesprächen sei ein Telefonat mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte vorangegangen, schrieb Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Wer konkret an dem Treffen teilnehmen wird, ließ der Republikaner offen. 

Die Gespräche dürften am Rande des derzeitigen Weltwirtschaftsforums in Davos stattfinden. Trump wird am Mittwoch in dem Schweizer Alpenort erwartet, wo er am selben Tag eine Rede halten wird. 

Trump: Es gibt kein Zurück"

Trump bekräftigte, dass die zu Dänemark gehörende Insel Grönland "von entscheidender Bedeutung" für die internationale Sicherheit und die nationale Sicherheit der USA sei. "Es gibt kein Zurück – darin sind sich alle einig!", schrieb Trump. Er will Dänemark dazu bringen, den USA die Arktisinsel zu verkaufen. Deutschland und weitere Staaten hatten daraufhin als Zeichen der Solidarität mit Dänemark Soldaten zu einer Erkundungsmission nach Grönland geschickt. 

Der Republikaner kündigte dann am Samstag an, ab dem 1. Februar Strafzölle auf Waren aus Deutschland und anderen europäischen Nato-Ländern zu verhängen. Damit will er den Widerstand gegen einen Verkauf Grönlands an die USA brechen. 

Sollte Trump die Zölle wirklich verhängen lassen, könnte die EU beispielsweise ebenfalls Sonderzölle verhängen. Im Raum stehen Extraabgaben auf Wareneinfuhren aus den USA im Wert von 93 Milliarden Euro, etwa Flugzeuge, Motorräder, Rindfleisch, Whiskey und Zitrusfrüchten. Auch andere wirtschaftliche Vergeltungsmaßnahmen sind möglich - so könnten US-Unternehmen etwa von der Vergabe öffentlicher Aufträge ausgeschlossen oder für bestimmte Produkte Ein- und Ausfuhrbeschränkungen erlassen werden. (dpa)

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