Er teilte den Post des zuständigen Regionalkommandos des US-Militärs über den erneuten Angriff auf X - US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. (Archivbild)
Er teilte den Post des zuständigen Regionalkommandos des US-Militärs über den erneuten Angriff auf X - US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. (Archivbild) Bild: Alex Brandon/AP/dpa
Welt
USA: Zwei Tote bei Angriff auf mutmaßliches "Drogenboot"

Mehr als 100 angebliche Drogenschmuggler töteten die USA bei Angriffen auf Boote bereits - nun melden sie eine neue Attacke. Es ist die erste offiziell bekannte seit dem Sturz von Maduro.

Washington.

Das US-Militär hat im östlichen Pazifik erneut ein mutmaßlich mit Drogen beladenes Boot angegriffen. Zwei Menschen seien dabei am Freitag getötet worden, eine Person habe überlebt, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Southcom) auf der Plattform X mit. Nach dem Angriff sei direkt die US-Küstenwache informiert worden, um Such- und Rettungsbemühungen für die überlebende Person zu aktivieren, hieß es. Wozu das geführt hat - also ob die Person von der Küstenwache gerettet wurde oder nicht - ging aus auch von Pentagon-Chef Pete Hegseth geteilten Post nicht hervor. 

Das angegriffene Boot sei von als terroristisch eingestuften Organisationen betrieben worden und auf einer bekannten Route von Drogenschmugglern unterwegs gewesen, teilte Southcom mit. 

Es handelt sich um den ersten offiziell bekannten Angriff der USA auf ein mutmaßlich mit Drogen beladenes Boot seit dem Sturz des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro. US-Spezialkräfte hatten ihn und seine Frau am 3. Januar in Caracas festgenommen und nach New York gebracht. Dort soll ihnen wegen angeblicher Verwicklungen in den Drogenhandel der Prozess gemacht werden. 

Zuvor hatten US-Streitkräfte seit Anfang September unter Berufung auf angebliche Geheimdiensterkenntnisse immer wieder Schnellboote angegriffen, die mit Rauschgift beladen sein sollen. Dabei wurden offiziellen Angaben zufolge mehr als 100 Menschen getötet. Die US-Regierung bezeichnet die Opfer durchweg als Drogenschmuggler und "Terroristen", wird für die außergerichtlichen Tötungen aber heftig kritisiert. Experten argumentieren, die Angriffe seien völkerrechtlich nicht zulässig. (dpa)

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