US-Vizepräsident sieht laut einem Bericht keine Gefahr, dass die USA in einen langwierigen Krieg in Nahost verwickelt werden könnten.
US-Vizepräsident sieht laut einem Bericht keine Gefahr, dass die USA in einen langwierigen Krieg in Nahost verwickelt werden könnten. Bild: Tom Brenner/AP/dpa
Welt
Vance: Keine US-Verwicklung in langwierigen Nahost-Krieg

Die dritte Verhandlungsrunde zwischen Washington und Teheran zum umstrittenen Atomprogramm ist beendet, ein möglicher US-Angriff auf den Iran nicht vom Tisch. Auch der US-Vizepräsident äußert sich.

Washington.

US-Vizepräsident JD Vance befürchtet nicht, dass mögliche US-Angriffe auf den Iran sein Land in einen jahrelangen Krieg im Nahen Osten verwickeln könnten. In einem Interview mit der "Washington Post" gab Vance der Zeitung zufolge am Donnerstag (Ortszeit) an, nicht zu wissen, wie sich Präsident Donald Trump mit Blick auf den Iran entscheiden werde. Als Optionen beschrieb er sowohl Militärschläge "um sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffe bekommt" als auch eine diplomatische Lösung.

"Die Vorstellung, dass wir jahrelang und ohne absehbares Ende in einem Krieg im Nahen Osten sein werden - das wird auf keinen Fall passieren", sagte Vance der Zeitung zufolge. Vance verwies demnach auf die begrenzten US-Angriffe auf iranische Atomanlagen im vergangenen Jahr sowie auf den Militäreinsatz in Venezuela im Januar, die "sehr klar definiert" gewesen seien. 

Am Donnerstag hatte vor dem Hintergrund militärischer Spannungen eine dritte indirekte Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran stattgefunden. Einen Durchbruch bei dem Treffen in Genf gab es zunächst nicht. Omans Außenminister Badr al-Bussaidi, der zwischen beiden Seiten vermittelt, kündigte jedoch neue Gespräche für kommende Woche an. 

Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um das umstrittene iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigt sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert Teheran die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. Am Mittwoch übermittelte der Iran einen ersten Entwurf für ein neues Abkommen. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
Das könnte Sie auch interessieren
11.03.2026
17 min.
Das Geheimnis der verschwundenen Dörfer im böhmischen Erzgebirge
Auf dieser Hochfläche am Erzgebirgskamm lebten einmal 1000 Menschen. Von dem Dorf Hirschenstand steht heute nur noch eine Handvoll Häuser.
Nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung 1945/46 hörten im tschechischen Teil des Erzgebirges Dutzende Dörfer auf zu existieren. Unser Autor machte sich auf die Suche.
Oliver Hach
09:00 Uhr
3 min.
Biathletin aus dem Erzgebirge beendet mit 20 überraschend ihre Karriere
Im Ziel wurde Rosalie Unglaube ein beeindruckender Empfang bereitet.
Ein starker Auftritt in Ruhpolding hätte Rosalie Unglaube einen Podestplatz im Deutschlandpokal beschert. Die Tannenbergerin stand im Ziel auch im Fokus – allerdings aus einem ganz anderen Grund.
Andreas Bauer
25.02.2026
2 min.
Trump: Werden keine iranische Atombombe zulassen
Trump hält Rede zur Lage der Nation vor dem Kongress.
Washington und Teheran verhandeln über das umstrittene iranische Atomprogramm - bislang ohne greifbare Erfolge. Zuletzt gab es Spekulationen über einen möglichen US-Angriff auf den Iran.
12.03.2026
2 min.
Israel greift Kommandozentralen der Hisbollah im Libanon an
Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben Kommando-Zentralen der Hisbollah im Süden Beiruts angegriffen.
Im Zuge des Iran-Kriegs ist auch der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah wieder aufgeflammt. Die israelische Luftwaffe nimmt die Führungsstrukturen der Schiiten-Miliz im Nachbarland ins Visier.
27.02.2026
3 min.
Trump "nicht glücklich" über Iran
Trump beharrt darauf, dass der Iran keine Atomwaffen haben darf.
Seit Wochen treffen sich Vertreter der Vereinigten Staaten und des Irans zu Verhandlungen - bislang ohne Durchbruch. Was hält US-Präsident Trump davon?
12.03.2026
4 min.
Ölpreise steigen weiter - trotz Freigabe von Reserven
Ölpreise bleiben trotz freigegebener Reserven hoch (Archivbild).
Der Krieg im Iran schockt den internationalen Ölmarkt: Deutschland, die USA und andere Nationen wollen mit Ölreserven in Rekordmenge gegensteuern. Kann das funktionieren?
Mehr Artikel