Verheugen: Der Auftritt der Geizhälse war erschreckend

Der frühere EU-Kommissar über das Brüsseler Gipfeltreffen und die Chancen einer Einigung mit dem Parlament

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88 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 6
    1
    Auriga
    24.07.2020

    Ich fand ja den Auftritt der Steuergeldverschwender wesentlich erschreckender.

    Der Kreditgeld-Kapitalismus braucht immerwährendes Wirtschaftswachstum mit steigender Verschuldung sonst steigen auf der anderen Seite der Bilanz ja nicht die Vermögen. Wenn sich Privatleute und die Wirtschaft nicht verschulden wollen, wird halt der Saat von Interessensgruppen dazu genötigt. Das ist das einfache systembedingte Grundproblem. Die Begründung für die Staatverschuldung ist im Prinzip so egal wie die Verwendung der Mittel. 2020 ist es nun mal Corona.

    Die EZB hat über 2 Billionen Euro in den letzten Jahren "aus dem Nichts" in Ihre Bilanzen gezaubert und mit Aktien- und Anleihenankäufen über die Vermögenden gestreut, mit der Begründung die Inflation ist zu niedrig. Aber für die "Corona"-Krise soll sich nun die EU verschulden. Warum denn nicht einfach nochmal eine Billionen einbuchen und unter die Corona Betroffenen verteilen. Dann kann man sich den Streit in der EU sparen.

  • 6
    2
    Malleo
    24.07.2020

    acals
    Solche Komplimente gibt man gern zurück.

  • 8
    2
    Malleo
    24.07.2020

    Ein schönes, in vulgärer Sprache verfasstes Interview.
    Zusammenrottende Staaten,niederdrächtige Betrachtung, anti-europäische Sicht, deutsch- französische Dominanz.
    Eine Einsicht gefällt mir.
    Die uneingeschränkte Unterstützung der Regierungen in Polen und Ungarn durch die Menschen.
    Warum wohl.
    Noch ein Widerspruch an Verheugen.
    Das ist kein Parlament, auch wenn die Gebetsmühlen gedreht werden!

  • 3
    8
    acals
    24.07.2020

    Bei soviel geballter Wirtschaftskompetenz wie sie unten ausgedrückt wurde bleibt dann doch erfreulicherweise festzustellen, dass die Vorredner die Befindlichkeiten der Wessis gegenüber denen der Ossis zu 100 % nachvollziehen können.

  • 11
    2
    klapa
    24.07.2020

    Kanzler Gerhard Schröder beklagte sich darüber, dass in Brüssel die deutschen Milliarden «verbraten» würden. Seine Nachfolgerin trieb diese Haltung in der Euro-Krise auf die Spitze. - NZZ

    Partner, die wirtschaften können, als Geizhälse zu bezeichnen, halte ich für irreal und diffamierend. Ohne sie hätte die EU noch weniger Geld zu verschleudern.

    Möchte gern wissen wann Herr Verheugen das letzte Mal Geld an bedürftige Nachbarn verschenkt hat.

  • 9
    1
    Bader
    24.07.2020

    Statt von den Südländern - endlich - Haushaltsdisziplin und Reformen einzufordern möchte Herr Verheugen wieder das Geld der Nordeuropäer verteilen. Dabei haben die Nordländer vielfach Ihre Hausaufgaben schon erledigt (siehe harte Einschnitte in Deutschland durch das schwierige Hartz 4) und mit Sparsamkeit dazu beigetragen, das lohnt sich eben. Können die Südländer auch haben, wenn sie sich finanziell seriös verhalten. Einfach neidisch Geld zu fordern ist zu einfach. Geld zu verschenken ist daher das falsche Signal, dann wird es genau so schlecht weitergehen. Man ist einfach in der EU zu ängstlich, die längst anstehende Diskussion zu führen und dafür auch in den Konflikt mit den Südländern zu gehen. Macron muss übrigens auch seine Reformen umsetzen, statt nur weitere Milliarden von der EU zu fordern. An den traut sich Frau Merkel aber nicht ran und verhält sich passiv. Wir können Rutte und Kurz echt dankbar sein, dass die unsere Interessen vertreten. Herr Lindner hat recht...Die SPD und Herr Verheugen muss sich entscheiden, ob sie das sauer verdiente Geld der Nordländer seriös verteidigen will oder es aufgrund falsch verstandener, zu nachsichtiger Solidarität und fehlender Konfliktfähigkeit herschenken will...

  • 11
    5
    Malleo
    24.07.2020

    Tauchsieder
    Merkel und deutsche Interessen?
    Anachronismus!
    Sie ist eine Umfallerin und glaubt nur an Strategien, die sie selbst entwirft.
    Und bei den Schulden wurde sie von Macron über den Tisch gezogen!

  • 11
    4
    Tauchsieder
    24.07.2020

    Es ist allein dem hartnäckigen Widerstand der fünf kleinen EU-Staaten zu verdanken, dass der Betrag nicht noch höher ausfiel. Denn wenn es nach Macron und Merkel gegangen wäre, würde dieser Betrag bei 500 Milliarden Euro liegen, Conte wollte sogar noch viel mehr. Klar ist: Wenn die kleinen EU-Statten sich nicht quergestellt hätten, wäre das Corona-Paket insbesondere den deutschen Steuerzahlern noch viel teurer gekommen. Man fragt sich: Hat Merkel wirklich deutsche Interessen vertreten? Es ist schon ausgesprochen skurril, wenn sich ein österreichischer Bundeskanzler für die Interessen der Deutschen einsetzen muss. Dann stellt sich noch die Frage zum Wiederaufbauprogramm: Was wurde zerstört, hatten wir einen großen Krieg - nicht das ich wüsste - wofür also ein Wiederaufbauprogramm?
    Der EU-Gipfel wurde nicht wegen Corona veranstaltet, sondern weil die Südländer, Italien, Spanien, Griechenland, Frankreich, schon vor Corona finanziell am Ende waren. Die EU war am scheitern.
    Dieser Gipfel zeigt deutlich auf, dass die EU in der jetzigen Form nicht lebensfähig ist, ohne dass die Nordländer immer wieder Milliarden in die Südländer schustern. Das gehört zur ganzen Wahrheit.