Die Waffenruhe zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas bleibt fragil. (Archivbild)
Die Waffenruhe zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas bleibt fragil. (Archivbild) Bild: Jehad Alshrafi/AP/dpa
Welt
Wieder Zwischenfälle mit Toten im Gazastreifen

Laut einer von der Hamas kontrollierten Behörde sind seit Waffenruhe-Beginn 260 Menschen bei Angriffen Israels im Gazastreifen getötet worden. Nun soll es erneut Opfer bei Vorfällen gegeben haben.

Gaza.

Trotz geltender Waffenruhe ist palästinensischen Angaben zufolge eine Frau im Norden des Gazastreifens bei einem israelischen Drohnenangriff getötet worden. Aus medizinischen Kreisen der Schifa-Klinik hieß es, die Leiche der Palästinenserin sei in das Krankenhaus in der Stadt Gaza gebracht worden. 

Anwohner erklärten, sie soll bei einem israelischen Drohnenangriff ums Leben gekommen sein. Auch palästinensische Medien meldeten den tödlichen Zwischenfall. Die Hintergründe sind unklar. Eine israelische Armeesprecherin sagte auf Anfrage, ihr sei kein Drohnenangriff in der Gegend bekannt. 

Ein weiterer Zwischenfall

Israels Armee meldete zudem einen weiteren tödlichen Angriff im Süden des Gazastreifens. Ein Palästinenser habe sich in einem von der Armee kontrollierten Gebiet Soldaten genähert und eine Bedrohung für diese dargestellt. "Soldaten schalteten den Terroristen aus, um die Bedrohung zu beseitigen", hieß es in einer Armeemitteilung weiter.

Den Angaben zufolge übertrat der angegriffene Palästinenser die sogenannte gelbe Linie, hinter die sich das israelische Militär im Zuge der vereinbarten Waffenruhe zurückgezogen hatte. Aus dem Gazastreifen gab es zu dem Vorfall im Süden des Gebiets zunächst keine Angaben.

Ähnliche Vorfälle hatte es bereits in den vergangenen Wochen gegeben. Seit Beginn der Waffenruhe am 10. Oktober sind laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde bei israelischen Angriffen im Gazastreifen bislang mehr als 260 Menschen getötet worden. 

Die Angaben beider Seiten lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
Das könnte Sie auch interessieren
12.12.2025
2 min.
Warum sinken die Preise für Orangensaft?
Orangensaft ist in den vergangenen Jahren teurer geworden.
Kunden können sich freuen: Orangensaft ist wieder etwas günstiger geworden. In den letzten Jahren waren die Preise stark gestiegen. Der Saft ist aber längst nicht mehr so gefragt, wie er mal war.
16:30 Uhr
4 min.
Kundenansturm auf Sachsens modernsten Supermarkt: So lief die Neueröffnung in Plauen
Andreas Hollenbach war am Donnerstagmorgen der erste Kunde im neuen Plauener Edeka-Center. Schon kurz vor 6 Uhr stand er vor der Tür.
Wer am Donnerstagmorgen ganz vorn sein wollte, als der Markt an der Reißiger Straße öffnete, musste sich schon eine Stunde vor der Eröffnung anstellen. Doch was sagen die Plauener über ihren neuen Markt?
Bernd Jubelt
12:30 Uhr
3 min.
Coca-Cola-Truck auf dem Freiberger Schloßplatz: So ist der Plan
Coca-Cola Trucks 2023 in der Nähe von München.
Demos, Maifeuer, Pumptrack, Bergparade - der Schloßplatz hat schon viel erlebt. Am Dienstag hält dort der Weihnachtstruck. Parken, Toiletten und Verpflegung: Das erwartet Gäste, Anwohner und Händler.
Cornelia Schönberg
19.11.2025
4 min.
Neue Angriffe Israels auf Gaza - Tote
Die seit dem 10. Oktober geltende Waffenruhe zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas ist brüchig. (Archivbild)
Die Waffenruhe im Gaza-Krieg hat schon mehrfach gewackelt. Israel wirft der Hamas nun eine Attacke auf Soldaten in Gaza vor und reagiert mit Angriffen auf Ziele der Islamisten.
20.11.2025
5 min.
Erneut Gewalt in Gaza - EU will Friedensplan unterstützen
Die Waffenruhe im Gazastreifen wird erneut auf die Probe gestellt. (Archivbild)
Israel wirft der Hamas erneut eine Attacke auf Soldaten vor und reagiert mit tödlichen Angriffen im gesamten Gazastreifen. Um Trumps Friedensplan abzusichern, will auch die EU tatkräftig mitwirken.
12.12.2025
5 min.
Biogasbranche im Osten schöpft wieder Hoffnung
Die Anlage gehört zum Portfolio der VNG-Tochter Balance, die im Oktober zehn weitere Standorte in Ostdeutschland übernommen hat
Wind und Sonne liefern Rekorde, doch wenn Flaute herrscht, braucht es Alternativen. Warum Biogas jetzt als Joker im Strommix gefragt ist - und wo neue Milliarden fließen.
Daniel Josling, dpa
Mehr Artikel