60 Millionen für den Eco-Train im Erzgebirge

Das Land fördert die Umsetzung des Projektes über zehn Jahre

Gute Nachrichten für das Eco-Train-Projekt der Erzgebirgsbahn. Das Land stellt für die Umsetzung des Modellprojekts zusätzliche Mittel in Höhe von 60 Millionen Euro verteilt über zehn Jahre zur Verfügung. Einen Beschluss fasste die Staatsregierung in ihrer Kabinettssitzung am Dienstag, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Die Mittel soll der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) zur Umsetzung erhalten. Grund: Anfangs wird nur eine Kleinserie von Zügen umgerüstet. Das ist teurer, als wenn eine größere Anzahl umgebaut wird. Die Folge sind höhere Betriebskosten für den Einsatz der Eco-Trains, die der VMS über seine regulären Mittel nicht abdecken kann. Dafür muss der Freistaat die ÖPNV-Finanzierungsverordnung ändern. Mit der Neufassung befasse sich nun der Landtag, hieß es.

Bei dem Projekt geht es darum, herkömmliche Dieseltriebzüge auf klimafreundliche Hybridzüge umzurüsten. Ziel ist, noch dieses Jahr die Zulassung zu erhalten und zwölf Fahrzeuge bis 2021 umzurüsten. Das Instandhaltungswerk der Deutsche-Bahn-Tochter in Chemnitz soll dabei zum Innovationsstandort weiterentwickelt werden. "Alternative Antriebe sind auch im Bahnverkehr nicht mehr aufzuhalten", so Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Mangold. Bei dem Eco-Train werden die bisherigen Motoren durch einen Hybridantrieb ersetzt, also einem elektrischen Antrieb aus einer Dieselmotor-Generator-Einheit und einer Lithium-Batterie. Da, wo Oberleitungen sind, erfolgt die Nachladung über Stromabnehmer während der Fahrt. Über Nacht wird zudem per Kabeleinspeisung geladen. Die beim Bremsen frei werdende Energie wird über den Akku gespeichert und später für den Antrieb genutzt.

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