Autobauer wegen Abgastests am Pranger

Versuche mit Affen und der unglaubliche Verdacht, an Menschen experimentiert zu haben: Selten dürfte der Versuch, das Diesel-Image zu verbessern, derart nach hinten losgegangen sein. Tierschützer und Politiker sind in Rage, der VW-Aufsichtsrat auch. Und was jetzt?

19Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    1
    cn3boj00
    04.02.2018

    Tests an Menschen gibt es wohl schon so lange wie man versucht die Auswirkungen bestimmter Dinge auf den Mensch zu untersuchen. Etwa bis ins dritte Reich wurde das damit legitimiert, das ja bestimmte Menschen minderwertig sind. Teilweise trieb auch die Armut manche Menschen dazu - oder manchmal ganze Staaten. Was die DDR betrifft ist ja so einiges ans Tageslicht gekommen.
    Was aber den Sachverhalt oben betrifft: Wenn tatsächlich wie behauptet ein paar Leute für kurze Zeit der erhöhten Dosis, wie sie an belasteten Arbeitsplätzen zulässig ist, ausgesetzt wurden, sollte man erwarten, dass bei diesen, sofern sie gesund waren, keine unmittelbaren Folgen festzustellen sind. Vielleicht ja in 15 Jahren? Man weiß es nicht. Und was hat dann dieser Test bewiesen? Nichts! Er war schlichtweg überflüssig, und ebenso überflüsig war es, jemanden überhaupt diesem Risiko auszusetzen. Nur darum geht es doch letztlich.

  • 1
    0
    Nixnuzz
    03.02.2018

    Ich mach's mir mal einfach: "http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/pharmaforschung-medikamententests-in-der-ddr-auch-die-stasi-garantierte-disziplin-1.2908426 " --
    15. März 2016, 16:19 Uhr / Pharmaforschung
    "Medikamententests in der DDR: Die Stasi garantierte Disziplin" ..
    Von vermutlich 900 Studien konnten 300 ab 1982 sicher nachgewisen werden. Ein Faktum war, das wegen der Rahmenbedingungen kein Mangel an Freiwilligen war.. Und ob die Applikation definiert per Inhalation oder als Tablette über definierte Zeiträume erfolgte, dürfte im Endeffekt - ausser bei dermaler Einwirkung - "wurscht" sein. Und das, was in den Städten als Belastung aufgenommen wird, dürfte nicht nur auf die Lunge beschränkt sein - in geringen Umfang wird sicherlich der Magen ebenfalls etwas mitbekommen haben durch Reinigungsprozesse der oberen Atemwege.

  • 3
    0
    Zeitungss
    03.02.2018

    @cn3boj00: Als Lösungsweg in dieser Angelegenheit sind Ihre Gedanken nicht von der Hand zu weisen.

  • 4
    0
    cn3boj00
    03.02.2018

    Und für die, die immer so gern Quellen zitieren, die ihr Weltbild stärken, hätte ich auch mal was anderes: https://www.sciencemediacenter.de/alle-angebote/rapid-reaction/details/news/diesel-skandal-wissenschaftler-widersprechen-schlussfolgerungen-der-abgeordneten-zu-gesundheitlich/
    Da gibt es auch ein paar Quellenangaben zu wissenschaftlichen Studien, für diejenigen die gern von Fakten reden.

  • 0
    6
    1953866
    03.02.2018

    @cn3boj00, danke für den Vorschlag, werde es mir überlegen. Kam übrigens kürzlich im TV eine Sendung ohne Hysterie dazu und mit einem Probanden, der immer noch kerngesund ist. Fakt ist, die Lebenserwartung der Menschen steigt und steigt, Rentner beziehen immer länger Rente, was bei den Entscheidungsträgern die Haare zu Berge steigen lässt. Warum wurden im Mittelalter die Leute, wo da die Luft doch so sauber war, nur halb so alt wie heute?

  • 6
    1
    cn3boj00
    03.02.2018

    @1953... Ich schlage vor, Sie melden sich freiwillig als Versuchsperson bei VW. Ist ja alles ganz harmlos und es wird maßlos übertrieben... Bloß weil es noch keine Tausende Tote gibt? Muss es erst Tote geben?
    Natürlich wäre es hilfreich, wenn Sie z.B. schon durch Asthma vorbelastet wären, bei Menschen mit Lungenkrankheiten werden die Folgen durch Stickoxid- und Feinstaubpartikel deutlich schneller sichtbar, das würde den Test verkürzen. Aber auch wenn Sie kerngesund sind könnte es sein, dass sie in ein paar Jahren lötzlich Asthma bekommen oder COPD, oder mit vorzeitigem Herzinfarkt im Krankenhaus landen. Nein, Sie werden sicher niht gleich sterben. Und wenn Sie dann ein paar Jahre früher sterben als eigentlich notwendig, wird man sich vielleicht erinnern: ach, der hat doch mal den Test mitgemacht.
    Nein, es gibt tatsächlich keine zuverlässigen Zahlen über Todesfälle durch Stickoxid. Aber es ist bewiesen, dass gerade diese Moleküle besonders leicht in Lungenbläschen eindringen, wo sie als Fremdkörper Krankheiten auslösen.
    Aber gut, im Totenschein steht dann eben Herzinfarkt. Damit kann man gut leben.
    Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Gesundheit.

  • 6
    5
    1953866
    31.01.2018

    @Freigeist14, die DHU ist ein Abmahnverein:
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/millionen-mit-abmahnungen-die-guten-geschaefte-der-deutschen-umwelthilfe/13438146.htm
    Haben Sie nun Fakten zu den Belastungen von Stuttgarter "röchelnden" Probanden? Ja, oder nein?

  • 4
    0
    Zeitungss
    31.01.2018

    Der Cheflobbyist von VW wurde BEURLABT, nicht GEFEUERT. Jetzt darf jeder Leser einmal seine Gedanken walten lassen, allerdings nur, wenn er es will, kann oder darf.

  • 5
    4
    Freigeist14
    31.01.2018

    19..@ na dann ist ja alles in bester Ordnung.Die Deutsche Umwelthilfe übertreibt ja wieder maßlos,wenn Stuttgart die am meisten mit NO2 belastete Stadt Deutschland ist. Freie Fahrt für freie Bürger.

  • 7
    5
    1953866
    31.01.2018

    @Freigeist 14, dann sollte es bei den "röchelnden" Probanden von Stuttgart eigentlich massenhaft Ergebnisse geben. Wie hoch ist da die Zahl von Todesfällen und Erkrankungen durch Dieselabgase? Und wenn, um wie viel Prozent sind die höher im Vergleich zu Bewohner von mit frischer Luft ausreichend versorgten Waldsiedlungen?

  • 5
    1
    Interessierte
    31.01.2018

    Die Frau Merkel hatte davon gewußt bzw. wurde mit ihrem Wissen darüber - gearbeitet , und ein Herr Steg ist zurückgetreten , weil er es gewußt hatte , und die , die das gemacht haben , haben das ja auch gewußt ...
    Da geht es hier auch fast wie beim Putin zu ...
    ( kam gestern um 21.45 MDR


    Blackadder , ich hatte Ihnen schon geantwortet , ging nicht durch und eine andere Idee habe ich nicht ...

  • 4
    3
    Freigeist14
    31.01.2018

    Der Langzeittest an Menschen wird schon seit Jahren in Stuttgart praktiziert.Die Probanden an Hauptverkehrsstraßen können über die Verharmlosungen nur leise röcheln.

  • 4
    3
    1953866
    30.01.2018

    @Tauchsieder, Zustimmung, hier:
    https://e-paper.freiepresse.de/webreader-v3/index.html#/524361/4
    30. Januar 2018 | Seite 4

    wird die Sache ohne Hysterie gesehen. Aber ich denke auch, hier wird wieder eine Sau durchs Dorf getrieben. Wie sind denn die jetzigen Grenzwerte im Freien wissenschaftlich begründet? Wie wurden diese ermittelt? Das geht doch auch nur über Versuche mit Lebewesen. Eine Studie, die zeigt, diese Grenzwerte sind zu niedrig, da ungefährlich für Menschen, noch dazu wenn drei Meter neben der Straße diese Konzentration schon bedeutend niedriger ist, das passt natürlich nicht ins Konzept der Abzockervereine wie Deutsche Umwelthilfe und EU, die nur Geld damit machen wollen. Wo sind denn die tausenden Totenscheine mit Todesursache: Stickoxide? Die tatsächlich nachweisbare Zahl von Tod durch Krankenhauskeime z. B. interessiert keine Umwelthilfe, keine EU, keine Politiker. Warum wohl?
    Die Probanden wurden 3 Stunden einer maximalen Konzentration ausgesetzt, die an bestimmten Arbeitsplätzen die Arbeitnehmer, 8 Stunden, 5 Tage die Woche und dies Jahrzehntelang, ausgesetzt sind. Hätte die Studie die Gefährlichkeit von NOX bewiesen, gäbe es nur lobende Worte.
    Jede Creme, jedes Deo, jedes Medikament wird wegen der Wirkung, Nebenwirkung, Verträglichkeit letztlich auch an Menschen getestet. Welche lebensrettenden Medikamente, selbst Operationen gäbe es ohne Tests an Menschen, auch mit den damit verbundenen Risiken ?
    @Blackadder, wo schrieb Interessierte etwas von Tierversuchen? Es ging im Artikel nicht nur um Tiere.

  • 2
    6
    Blackadder
    30.01.2018

    @ interessierte: Denken Sie ernsthaft, es hätte zu DDR Zeiten keine Tierversuche gegeben?

  • 5
    3
    Tauchsieder
    30.01.2018

    Typische Kampagne der Dieselhysteriker. Keinem interessiert was die Ergebnisse der Studie sind. Hier wird nur über Ethik und Moral gefaselt. Das keine Auswirkungen auf die Probanden festgestellt wurden interessiert hier scheinbar keinem und passt auch nicht in die derzeitige Hysterie.
    Das Ergebnis würde ja bedeuten..... !

  • 5
    2
    Interessierte
    30.01.2018

    Nicht auszumalen , wenn das unter Honecker passiert wäre , da gäbe es heute viel Gesprächsstoff in den Dokumentationen ...

    Aber wenn die sich alle entschuldigen und davon distanzieren und das nicht hinnehmen und erschüttert sind - wer hat denn davon nun gewußt ???

  • 4
    3
    Hankman
    30.01.2018

    Ähm ... Nur mal so ne Frage: Die Autoindustrie finanziert eine Studie zur Stickstoffdioxidbelastung am Arbeitsplatz? An welchem Arbeitsplatz denn? Und, nein, zwar hat die Autoindustrie bezahlt, aber die Forscher wurden natürlich in keinster Weise beeinflusst. Ach Gott, wie süß ... Mag sein, dass die Studie nichts mit der Dieselaffäre zu tun hatte, aber die Dieselaffäre kam ja auch erst in Gang, als bekannt wurde, dass die Autokonzerne zuvor jahrelang bei den Dieselmotoren manipuliert hatten. Ich möchte auch mal den Ethikrat sehen, der eine Studie absegnet, bei der Probanden Autoabgase einatmen sollen. Natürlich müsste man sowas "umdeklarieren". Also, ich halte die Erklärungen zu dem Aachener Projekt für wenig glaubwürdig.

    Und die Sache wirft auch ein komisches Licht auf einen Teil der Hochschulfinanzierung. In Sachsen freuen sich Hochschulpolitiker ein Loch in den Bauch, wenn die Universitäten mehr Drittmittel einwerben. Aber bei jenen Projekten, für die Drittmittel von Konzernen kommen, kann es Interessenkonflikte geben. Forschung sollte aber so unabhängig und objektiv wie möglich sein.

  • 5
    2
    Zeitungss
    29.01.2018

    Die Schlagzeilen für die nächste Zeit sind gesichert. Die Affen wurden dazu gezwungen, was schon abartig genug ist. Bei den FREIWILLIGEN war das Hirn schon vorher tot, sonst hätten sie es nicht gemacht. Wer seine Sinne noch beisammen hat, nimmt an solchen Versuchen nicht teil und bedauern kann man sie schon gar nicht. Wer letztlich der Urheber war, spielt nicht die Rolle, sondern eher der geistige Zustand der FREIWILLIGEN, sonst wäre es nicht möglich gewesen. Nicht zu vergessen, wir reden hier von Freiwilligen, die Affen ausgenommen.

  • 4
    1
    Nixnuzz
    29.01.2018

    Vielleicht hätte eine Literaturrecherche schonmal etwas Licht ins Hirn gebracht. Da gab es schonmal kluge Leute, die andere ihre Nase da haben reinstecken liessen: "Schädliche Gase, Dämpfe, Nebel, Rauch- und Staubarten. Von Ferdinand Flury und Franz Zernik in Würzburg. Mit autorisierter Benutzung des Werkes: Noxious Gases von Henderson und Haggard. Mit 80 Abbildungen. Berlin 1931. Verlag von Julius Springer. 637 Seiten. Preis 66, geb. 69 M"
    Unter anderem wurde da bereits NO2 untersucht.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...