Bundesinnung lehnt Weihnachtsgeld für Gebäudereiniger ab

Hamburg/Frankfurt (dpa) - Im deutschen Gebäudereiniger-Handwerk stehen die Zeichen auf Streik. Die Arbeitgeber haben die Forderung der IG Bauen-Agrar-Umwelt nach einem tariflichen Weihnachtsgeld abgelehnt.

Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks verwies bei der Mitgliederversammlung in Hamburg auf bereits vereinbarte Lohnerhöhungen, die im Laufe des Jahres 2020 zu gleicher Bezahlung in den Tarifgebieten West und Ost führten. Daneben sei wirtschaftlich kein Spielraum für ein 13. Monatsgehalt, hieß es einer Verbandsmitteilung.

Die IG BAU hatte für den Fall der Ablehnung mit Streiks noch vor Weihnachten gedroht. Es bestehe keine Friedenspflicht, da es sich für die Branche um tarifliches Neuland handele, hatte Bundesvorstandsmitglied Ulrike Laux argumentiert. Der Bundesvorstand werde in der kommenden Woche dazu beraten, hatte sie angekündigt.

Bislang gibt es in der Branche kein tarifliches Weihnachtsgeld. Die Gewerkschaft verlangt für die rund 450.000 gewerblichen Gebäudereiniger eine zusätzliche Zahlung von rund der Hälfte eines Monatslohns, bei längerer Betriebszugehörigkeit soll es bis zu 70 Prozent geben.

Die vielen Teilzeitbeschäftigten sollten in gleicher Weise nach ihrer tatsächlichen Arbeitszeit beteiligt werden. In den vergangenen Wochen hat es zahlreiche Protestaktionen in den Betrieben und öffentliche Demonstrationen gegeben.

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