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Dax dreht kurz vor Rekordhoch ab

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Frankfurt/Main.

Dem Dax ist am Dienstag knapp vor einem Rekordhoch die Luft ausgegangen. Der deutsche Leitindex kam am Vormittag bis auf rund 37 Punkte an seinen Höchststand von Mitte Mai bei knapp 18.893 Punkten heran. Dort aber wurde die Luft zu dünn. Der Dax drehte nach unten ab und schloss zum Handelsende 0,52 Prozent niedriger bei 18.677,87 Punkten.

Kaum Unterstützung erhielt der Dax von den fünf Schwergewichten SAP, Siemens, Airbus, Deutsche Telekom und Allianz, deren Kurse nachgaben. Hier reichten die Verluste bis zu knapp 2 Prozent für SAP.

Trotz des Rücksetzers des Dax sehen Börsianer diesen unverändert im Aufwärtstrend. "Aktuell sieht es so aus, als wollten sich die Bullen mit dem Deutschen Aktienindex still und leise an das Allzeithoch heranpirschen", schrieb Stratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets. Die Pessimisten am Markt hätten offenkundig kapituliert, der Dax scheine abgesehen von kurzen Rücksetzern nur steigen zu können.

Der MDax der mittelgroßen Werte konnte am Dienstag ebenfalls anfängliche Gewinne nicht halten und gab am Ende um 0,54 auf 27.134,66 Zähler nach.

An der Spitze des Dax legten Siemens Energy um knapp 4 Prozent zu und erreichten so den höchsten Stand seit fast drei Jahren. Im laufenden Jahr stellen sie mit einem Aufschlag von fast 124 Prozent alle anderen Dax-Werte in den Schatten. Sorgen am Markt um die finanzielle Lage des Energietechnikherstellers hätten nachgelassen, und die Windkraftbranche nehme wieder Fahrt auf, schrieb Analyst Oliver Wojahn von MWB Research.

Papiere von Symrise gewannen nach einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank 1 Prozent. Analystin Virginie Boucher-Ferte war mit einem positiven Eindruck aus dem Treffen von Anlegern mit dem Finanzchef des Aromenherstellers gekommen. Alles laufe in die richtige Richtung, so die Expertin.

Im MDax bauten Redcare Pharmacy die jüngste Erholung um mehr als 5 Prozent aus. Analyst Martin Comtesse von der Investmentbank Jefferies sieht den Rückschlag, der die Papiere der Onlineapotheke vom Jahreshoch im April bis vor einer Woche um 37 Prozent nach unten rauschen ließ, als Kaufchance.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,57 Prozent auf 5030,35 Punkte. Die Leitindizes in Paris und London gaben noch etwas stärker nach. In New York lag der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss mit 0,4 Prozent im Minus.

Am Devisenmarkt setzte der Eurokurs die Erholung fort und stieg auf 1,0876 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,0882 Dollar festgelegt.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 2,66 Prozent am Montag auf 2,62 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,18 Prozent auf 123,96 Punkte. Der Bund-Future gab am Abend um 0,21 Prozent auf 130,00 Punkte nach.  (dpa)

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