Ford so profitabel wie nie zuvor

Ford startet durch: Absatzerfolge und satte Gewinne bei SUVs und leichten Nutzfahrzeugen geben Finanzkraft für Investitionen in neue Techniken.

Dass ein Automobilhersteller auch ohne ein glamouröses Image erfolgreich sein kann, dafür liefert Ford eindrucksvolle Beweise. Unter den Volumenherstellern ist Ford weltweit der profitabelste Autobauer. Der Gewinn liegt pro Neuwagen bei 1650 Euro, die Profitmarge von 8,7 Prozent markiert ebenso einen Bestwert.

Das große Geld erwirtschaftet Ford nicht in Europa. Weltweit verbuchte das Unternehmen 2015 einen Gewinn von 10,8 Milliarden Dollar und übertraf im ersten Halbjahr 2016 dieses Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 35 Prozent. Auch in Europa ist Ford wieder in die Gewinnzone zurück- gekehrt - 2016 mit einem Halbjahresgewinn von 434 Millionen US-Dollar.

Ein Stützpfeiler des Geschäfts ist Deutschland, wo Ford seit mehr als 90 Jahren Autos produziert und in Köln und in Saarlouis 25.000 Mitarbeiter beschäftigt. Sie stellen den Fiesta, Focus soweit den C-Max und den stark gefragten 1,0-Liter-EcoBoost-Dreizylinder-Motor her. Mit 123.000 verkauften Pkw und Nutzfahrzeugen lag der Absatz im ersten Halbjahr 2016 um 10,7 Prozent höher als zwischen Januar und Juni 2015. Die Steigerung des Gesamtmarktes betrug lediglich 7,6 Prozent. Gutes Geld verdient Ford vor allem mit seiner SUV-Palette: Knapp 26 Prozent der Zulassungen entfielen im September auf die Baureihen EcSport, Kuga und das neue Flaggschiff Edge. Beim Thema autonomes Fahren strebt Ford eine führende Rolle an. Ab 2021 soll ein Auto in Großserie produziert werden, das bei digitalen Mobilitätsdienstleistern eingesetzt werden soll. Diese Fahrzeuge sollen weder Lenkrad noch Pedale haben. Mit rund 30 Autos verfügt Ford über die meisten autonomen Fahrzeuge weltweit.

Selbstfahrende Versionen der Modelle Mondeo Hybrid sollen in Kürze in Kalifornien Arizona und Michigan unterwegs sein. 2017 wird die Flotte verdreifacht. Wie andere Hersteller erweitert auch Ford seine Entwicklungskapazität : Die Belegschaft in Palo Alto im Silicon Valley, die derzeit 130 Forscher und Ingenieure umfasst, soll bis Ende 2017 verdoppelt werden.

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