Edelmetalle gelten bei vielen Investoren als sichere Häfen in Zeiten politischer Unsicherheiten,  Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall. (Symbolbild)
Edelmetalle gelten bei vielen Investoren als sichere Häfen in Zeiten politischer Unsicherheiten, Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall. (Symbolbild) Bild: Sven Hoppe/dpa
Wirtschaft
Gold und Silber mit weiteren Rekordmarken

Die Rally bei Gold und Silber hält an: Beide Edelmetalle verzeichnen Rekorde, angetrieben von geopolitischer Unsicherheit und hoher Nachfrage aus der Industrie.

London.

Die Edelmetalle Gold und Silber bleiben an den Finanzmärkten stark gefragt - beide setzen ihre Rekordrally fort. Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kletterte heute um bis zu 1,2 Prozent auf 4.639 US-Dollar. Der Silberpreis zog um bis zu fünf Prozent auf 91,5535 Dollar an und lag erstmals über der Marke von 90 Dollar. Andere für die Industrie ebenfalls wichtige Edelmetalle wie Kupfer und Zinn kosteten ebenfalls so viel wie noch nie.

Die Gründe für den weiteren Anstieg sind unverändert. So sorgt die sich zuspitzende Lage im Iran für Unsicherheit bei Investoren, die deshalb Geld in als sichere Häfen geltende Anlageklassen wie Gold schieben. Zudem gilt die zunehmende Sorge um die Unabhängigkeit der US-Notenbank Experten zufolge weiter als Treiber für die Aufwärtsbewegung, vor allem bei Gold.

Edelmetalle - allen voran Gold - gelten bei vielen Investoren als sichere Häfen in Zeiten politischer Unsicherheiten. Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für zahlreiche Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird. Auch bei Kupfer und Zinn sorgt die hohe Nachfrage aus der Industrie für Kursaufschläge.

Gold liegt in diesem Jahr bereits mehr als sieben Prozent im Plus. Das gelbe Edelmetall war im vergangenen Jahr eine der gefragtesten Anlageklassen. Der Preis war um 65 Prozent gestiegen und damit so stark wie seit 1979 nicht mehr. Bei Silber war das Jahresplus 2025 mit fast 150 Prozent noch deutlich höher; im laufenden Jahr ging es bisher um mehr als ein Viertel nach oben. (dpa)

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