Maschinenbau: Arbeitskräftemangel behindert Produktion

Frankfurt/Main (dpa) - Der Arbeitskräftemangel belastet zunehmend Deutschlands Maschinenbauer.

Im April klagten mehr als ein Drittel (34 Prozent) der Unternehmen über Produktionsbehinderungen, die durch einen Mangel an qualifizierten Mitarbeitern verursacht wurden, wie der Branchenverband VDMA mitteilte.

«Das ist deutlich mehr als in früheren vergleichbaren Aufschwungphasen», erläuterte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Die deutsche Schlüsselindustrie zählte im April rund 32.000 Mitarbeiter mehr als ein Jahr zuvor. Der Beschäftigungsaufbau reiche jedoch offenbar nicht, um die eigentlich benötigte Ausweitung der Produktion realisieren zu können, sagte Wiechers. Die Auftragsbücher der exportorientierten Branche sind trotz internationaler Handelskonflikte prall gefüllt. Allein im April gingen 12 Prozent mehr Bestellungen ein als im Vorjahresmonat.

Die Produktion stieg in den ersten vier Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum preisbereinigt (real) um 4,2 Prozent. Die Branche ist mit mehr als 1,3 Millionen Beschäftigten nach eigenen Angaben größter industrieller Arbeitgeber in Deutschland.

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