Prora-Investor meldet Insolvenz an

Prora/Berlin (dpa) - Der Inhaber von Block 1 des riesigen Proraer Gebäudekomplexes bei Binz auf der Insel Rügen hat Insolvenz angemeldet. Der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens der Wohnen in Prora Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG wurde durch das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg bekannt gegeben. Zunächst hatte die «Ostsee-Zeitung» am Dienstag darüber berichtet.

Geschäftsführerin Iris Hegerich sagte am Dienstag: «Wir werden alles dafür tun, das Vorhaben zu Ende zu bringen.» Ihre Firma wollte den etwa 450 Meter langen Gebäudeteil sanieren und 280 Eigentumswohnungen bauen. Die Arbeiten sind ihr zufolge schon weit fortgeschritten, die meisten Wohnungen verkauft: «Von den 450 Metern sind noch drei zu gehen», sagte Hegerich. Dennoch sei das Bankdarlehen für die Firma nicht verlängert worden. «Ich bin seit 32 Jahren in der Branche, sowas wie in diesem Bauvorhaben habe ich an Widrigkeiten noch nicht erlebt.» Auch Entlassungen könne sie nicht ausschließen.

In Prora bauten die Nationalsozialisten einen gigantischen, 4,5 Kilometer langen Häuserblock als «KdF-Seebad». Vier der fünf Blöcke sind in vergangenen Jahren an Investoren verkauft worden. Für den letzten Block soll im Oktober die Entscheidung fallen, wer von zwei Bietern den Zuschlag erhält.

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3Kommentare
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  • 2
    5
    Zeitungss
    08.08.2018

    Gut, vier Rote haben es noch nicht verstanden, ist verkraftbar.

  • 4
    11
    Zeitungss
    07.08.2018

    @Interessierte: Wir haben inzwischen die Gesellschaftsordnung gewechselt.

  • 5
    11
    Interessierte
    07.08.2018

    In Prora bauten die Nationalsozialisten einen gigantischen, 4,5 Kilometer langen Häuserblock als «KdF-Seebad»..... und danach wurde das Gelände von der DDR-Armee genutzt ( ich habe neuerlich schon manchmal den Eindruck gehabt , die DDR-Geschichte wurde einfach ausgeschalten )

    Es war an sich schade , dass die DDR das Gebäude für die Armee genommen hatte , hätte man schon damals dort Ferienzimmer eingerichtet , hätte die DDR genügend Ostseeplätze gehabt ...

    Man sollte das Projekt nicht als Eigentumswohungen , sondern als normale Urlaubszimmer herrichten , wo sich doch das Klima jetzt verändert und wir immer mehr warme Sommer bekommen und die Ostsee zwischenzeitlich so beliebt geworden ist ...



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