Ratingagentur Moody's warnt vor einem Brexit ohne Abkommen

London (dpa) - Ein EU-Austritt Großbritanniens ohne Abkommen ist nach Ansicht der Ratingagentur Moody's wahrscheinlicher geworden. Das geht aus einem Bericht der Agentur hervor.

Ein sogenannter No-Deal-Brexit hätte zudem «substanzielle negative Folgen» für die britische Wirtschaft und die Wirtschaft in einigen EU-Ländern, heißt es darin. Am schlimmsten betroffen wären dem Bericht zufolge Autobauer, Fluggesellschaften und die Chemiebranche.

Großbritannien scheidet am 29. März 2019 aus der Europäischen Union aus. Sollte bis dahin kein Austrittsabkommen stehen, würde es zunächst zu einem erneuten heftigen Wertverfall des britischen Pfund kommen, schreiben die Moody's-Experten. Verbraucherpreise würden in die Höhe schießen, Reallöhne sinken und die Arbeitslosigkeit steigen. Die Kauflust der Verbraucher würde sinken, heißt es: «Es gibt eine echte Gefahr, dass Großbritannien sehr schnell in eine Rezession verfällt.»

Die britische Premierministerin Theresa May traf am Vormittag mit ihrem Kabinett zu Beratungen über einen No-Deal-Brexit zusammen. Später wollte die Regierung weitere Dokumente zu den erwarteten Konsequenzen eines chaotischen Brexits veröffentlichen.

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