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Eitel Sonnenschein herrscht nicht bei Vodafone, aber die stürmischen Zeiten der vergangenen Jahre sind wohl vorüber. (Archivbild)
Eitel Sonnenschein herrscht nicht bei Vodafone, aber die stürmischen Zeiten der vergangenen Jahre sind wohl vorüber. (Archivbild) Bild: Wolf von Dewitz/dpa
Wirtschaft
Vodafone ist etwas im Aufwind - 1&1 gelingt Kunden-Umbuchung

Welches Handynetz ist das beste für mich? Für die Antwort haben Kunden inzwischen mehr Auswahl, neben der Telekom, Vodafone und O2 hat auch 1&1 eigene Antennen. Das ist gut für die Verbraucher.

Düsseldorf/Montabaur.

Vodafone hat in Deutschland eine lange Durststrecke von sechs aufeinanderfolgenden Quartalen mit Umsatzrückgängen beendet und wieder mehr Geld in die Kassen bekommen. Der Service-Umsatz habe im Sommerquartal um 0,5 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro zugelegt, teilte das Tochterunternehmen des britischen Vodafone-Konzerns in Düsseldorf mit. Das operative Quartalsergebnis wurde nicht bekanntgegeben. Die Umsatzeinbußen in den Jahren 2024 und den ersten Quartalen 2025 waren beträchtlich, mehrere Quartale nacheinander war es um jeweils gut sechs Prozent bergab gegangen. Nun geht es leicht bergauf.

Das Umsatzplus von Vodafone lag vor allem an Zahlungen des Konkurrenten 1&1, dessen Kunden dort, wo 1&1 keine eigenen Antennen hat, mit dem Vodafone-Netz verbunden werden. Die Firma aus Montabaur hatte ebenfalls Grund zur Freude: 1&1 gab bekannt, dass es eine staatliche Pflichtvorgabe fristgerecht abgeschlossen habe. 

1&1 macht Dampf im Preiskampf

1&1 hat im Jahr 2019 erstmals Frequenzen ersteigert, um damit sein eigenes Netz zu betreiben. Beim Netzaufbau kam 1&1 allerdings nicht so recht in die Pötte, Anfang 2023 waren nur fünf Antennenstandorte in Betrieb und nicht 1.000, wie es eine staatliche Auflage vorgesehen hatte. Inzwischen liegt die Firma bei 1.500 aktiven Standorten, 4.500 weitere sind in der Entwicklung. Im Vergleich zu den 29.000 Funkstandorten des Mobilfunkers O2 ist das 1&1-Netz weiterhin klein. Dort, wo keine 1&1-Antennen in Reichweite sind, werden die allermeisten 1&1-Kunden mit den Antennen von Vodafone verbunden; einige 1&1-Kunden werden mit O2 verbunden.

Netzbetreiber Nummer vier: Der Mobilfunker 1&1 hat inzwischen 1.500 aktive Antennenstandorte. (Archivbild)
Netzbetreiber Nummer vier: Der Mobilfunker 1&1 hat inzwischen 1.500 aktive Antennenstandorte. (Archivbild) Bild: Federico Gambarini/dpa

1&1 war jahrelang nur ein virtueller Netzbetreiber gewesen - die Firma nutzte also das Netz der etablierten Konkurrenten und zahlte dafür Miete. Mit dem Start des 1&1-Netzes 2023 allerdings tickte die Uhr, bis Ende 2025 musste 1&1 alle seine Kunden aus dem Netz der Konkurrenz auf sein eigenes Netz - Kernnetz genannt - umgebucht haben. Bei 12,5 Millionen Kunden war das ein technischer Kraftakt, bei dem 1&1 nun Vollzug meldete. Firmenchef Ralph Dommermuth zeigte sich zufrieden. "Mit dem vierten deutschen Mobilfunknetz gibt es mehr Wettbewerb und Wahlfreiheit", sagte der Manager. 

Was 1&1 für Verbraucher bewirkt hat

Und was hat der Markteintritt von 1&1 als echter Handynetzbetreiber den Verbraucherinnen und Verbrauchern gebracht? Verena Blöcher vom Vergleichsportal Verivox sagt, dass 1&1 in den vergangenen Jahren mit günstigen Angeboten auf sich aufmerksam gemacht habe. "Davon profitierten einerseits preissensible Kunden, aber mit den Unlimited-Flats auch Intensivnutzer." 

Ob das Preis-Leistungs-Verhältnis für Mobilfunkkunden in Deutschland künftig noch besser werde, sei allerdings unklar, schließlich sei der Bau des neuen Handynetzes eine teure Sache. Dadurch sinke vermutlich der Spielraum für Tarife, die besser seien für die Verbraucherinnen und Verbraucher, so Blöcher. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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