300 Jobs bei Florena in Waldheim gesichert

Konzern gibt Garantie für Standort bis Ende 2018 - Belegschaft büßt Lohn ein

Waldheim.

Florena in Waldheim ist vorerst gerettet. Der Kosmetikkonzern Beiersdorf will seinen Standort in Mittelsachsen doch nicht aufgeben. Wie der Konzern mitteilte, haben sich Geschäftsleitung, Betriebsrat und Gewerkschaft auf eine "Neuausrichtung des Werks" verständigt. Diese Vereinbarung sei Teil eines mehrjährigen Restrukturierungsprogramms, um das Traditionswerk, das inzwischen unter Beiersdorf Manufacturing Waldheim GmbH (BMWa) firmiert, wieder wettbewerbsfähig zu machen.

Laut Jürgen Mehnert, Bezirksleiter bei der Gewerkschaft IG BCE, wurde seit April um die Vereinbarung gerungen. Beiersdorf habe das Werk mit 300 Mitarbeitern ursprünglich schließen wollen. Bis Ende 2018 gibt es demnach eine Standortgarantie, betriebsbedingte Kündigungen sind bis dahin ausgeschlossen. Die Mitarbeiter müssen im Gegenzug hinnehmen, dass die Wochenarbeitszeit von 40 auf 36 Stunden gesenkt wird. Damit haben sie weniger Geld in der Lohntüte. Mehnert zufolge bedeutet der Schritt zehn Prozent Verdiensteinbuße.

Das Unternehmen kündigte indes an, weiter in das Werk zu investieren. Auch habe man Produktionsvolumen, das man Fremdfirmen überlassen hatte, wieder zurückgeholt. Man wolle zudem die Einkaufskonditionen verbessern und die Organisation verschlanken, so BMWa-Chef Raimund Münch. Mehnert zeigte sich grundsätzlich zufrieden mit der Einigung. Man habe nicht alles erreicht, wichtige Dinge wie eine gute Tarifbindung sowie die Sicherung von Arbeitsplätzen aber schon. "Wenn es keine Störfaktoren von außen gibt, wird das Werk über 2018 hinaus bestehen", ist Mehnert überzeugt. Was die Ursachen dafür waren, dass der Standort aus Sicht des Konzerns nicht mehr wettbewerbsfähig war, blieb zunächst offen.

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