3300 Arbeitsunfälle auf Sachsens Baustellen

Leipzig (dpa/sn) - Auf Baustellen in Sachsen ist es im vergangenen Jahr zu etwa 3300 Arbeitsunfällen gekommen. In zwei Fällen starben die Verunglückten, wie die Gewerkschaft IG Bau am Donnerstag mitteilte. Die Gewerkschaft berief sich dabei auf Angaben der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft.

Die IG Bau fordert stärkere Anstrengungen beim Arbeitsschutz. «Jeder Unfall ist einer zu viel. Die Arbeitssicherheit ist keine lästige Pflicht, sondern ein Muss. Daran darf der Chef keinen Cent sparen», so die IG-BAU-Bezirksvorsitzenden in Sachsen. In Bezug auf den Schutz vor dem Coronavirus müssten Arbeitgeber dafür sorgen, dass Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Zudem seien ausreichend Schutzhandschuhe und Masken nötig, ebenso wie Toiletten mit Wasseranschluss zum Händewaschen.

Die IG Bau ruft zu einer Gedenkminute am Dienstag, 12.00 Uhr, für die Opfer von Arbeitsunfällen auf. Anlass ist der «Workers' Memorial Day» am 28. April, der erstmals 1984 in Kanada stattfand. Seit 1989 wird er weltweit begangen.

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