Ab 2018 im Einsatz: Erzgebirgsbahn mit Hybridantrieb

Chemnitz (dpa/sn) - Die Deutsche Bahn (DB) will von 2018 an auf nicht elektrifizierten Strecken in Sachsen umweltfreundlicher fahren. In einem Pilotprojekt wurde dafür ein Triebwagen der Erzgebirgsbahn mit einem Hybridantrieb ausgerüstet. Dafür erhielt die DB-Tochter am Mittwoch die von Bundespräsident Joachim Gauck unterschriebene Urkunde für «Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen». Die Zulassung der Technologie soll im kommenden Jahr beantragt werden. Nach dem Prototypen sollen dann 2018 zwölf weitere Triebwagen damit ausgestattet werden, teilte das Umweltministerium mit.

Entwickelt wurde der «EcoTrain» gemeinsam von der DB RegioNetz Verkehrs GmbH, der Technischen Universitäten Chemnitz und Dresden sowie dem Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme in Dresden. Das Projekt wurde mit rund fünf Millionen Euro vom Bund und zehn Millionen von der Deutschen Bahn gefördert.

Bis zu 30 Prozent Diesel sollen eingespart werden. Im Stadtgebiet sowie beim Ein- und Ausfahren an Bahnhöfen sollen die Züge künftig nur mit dem Strom aus Batterien fahren können. Es solle weniger Kohlendioxid ausgestoßen werden, die Züge könnten dann auch leiser fahren. Geplant sei, Züge auch mit Stromabnehmern auszurüsten, um auf elektrifizierten Strecken ganz auf Diesel verzichten zu können.

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