Amazon-Beschäftigte in Leipzig starten erneut in Streikphase

Leipzig (dpa/sn) - Die Beschäftigten am Amazon-Standort Leipzig haben erneut einen mehrtägigen Streik begonnen. Am Donnerstagmorgen gingen rund 80 Mitarbeiter aus der Nachtschicht in den Ausstand, wie ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi, Jörg Lauenroth-Mago, sagte. Im Laufe des Tages sollen sich bis zu 400 Teilnehmer am Streik beteiligen. Auch an den Amazon-Standorten Rheinberg, Werne (beide Nordrhein-Westfalen), Bad Hersfeld (Hessen) und Koblenz (Rheinland-Pfalz) sollen Mitarbeiter in den Ausstand gehen. Verdi ruft bis Samstag zum Streik auf.

Die Gewerkschaft versucht seit rund sechs Jahren, Tarifverhandlungen beim US-Versandriesen durchzusetzen. Amazon lehnt das strikt ab. Der Online-Händler hat in Deutschland zwölf Warenlager an elf Logistikstandorten und beschäftigt nach eigenen Angaben rund 13 000 Festangestellte.

Ein Amazon-Sprecher teilte am Morgen auf Nachfrage mit, der Streik habe «keinerlei Einfluss auf die Einhaltung unseres Lieferversprechens». «Amazon beweist jeden Tag, dass man auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber sein kann», erklärte er.

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