Anlagenbauer Wurth steigt bei Dresdner Sunfire ein

Insgesamt 25 Millionen Euro Risikokapital bei Investoren eingesammelt

Chemnitz/Dresden.

Die Dresdner Firma Sunfire, die Elektrolyse-Anlagen und Brennstoffzellen entwickelt und produziert, hat 25 Millionen Euro von Investoren erhalten. Das teilt das Unternehmen mit. Lead-Investor ist demnach das Technologie-Unternehmen Paul Wurth, das Hochofen-Gesamtanlagen, Kokereien sowie Reststoffaufbereitungsanlagen für die Stahlerzeugung plant und baut. Die Luxemburger möchten nach eigenen Angaben die Partnerschaft dazu nutzen, in den wachsenden Markt für synthetische Kraftstoffe und Gase einzutreten. Die bisherigen Sunfire-Investoren Inven Capital, Idinvest Partners, KfW, Total Energy Ventures und einige Privatpersonen, haben sich laut Sunfire ebenfalls an dieser Finanzierungsrunde beteiligt.

Mit dem frischen Kapital will Sunfire Multi-Megawatt-Energieprojekte realisieren. Daher ist ein Teil des Geldes für die Erweiterung der Produktionskapazitäten vorgesehen. "Am Standort Dresden ist hierfür nicht mehr genügend Platz", sagte Firmenmitbegründer Nils Aldag kürzlich der "Freien Presse". "Wir planen eine neue Produktionsstätte. Noch ist aber nicht entschieden, ob in Neubrandenburg, Tschechien, Dresden oder in der Lausitz." Wann es zur Kapazitätserweiterung komme, hänge von gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie der Umsetzung der Elektrolyse-Megawatt-Projekte ab. Auch die Einstellung neuer Mitarbeiter sei geplant.

Mit dem Hochtemperatur-Elektrolyseur von Sunfire kann aus Ökostrom, Kohlendioxid und Wasser durch die Nutzung der Abwärme aus der Industrieproduktion klimaneutral Wasserstoff erzeugt werden. Der kann wiederum direkt genutzt oder über weitere Prozesse in Erdölersatzstoffe und schließlich in synthetische Kraftstoffe oder Kerosin umgewandelt werden.

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