Apfelbauern erwarten Verluste von bis zu 20 Prozent

Pirna (dpa/sn) - Die lange Trockenheit setzt auch den sächsischen Apfelbauern zu. Er werden Ernteeinbußen von zehn bis zwanzig Prozent erwartet, wie der Landesverband Sächsisches Obst am Freitag in Pirna zum Start der Apfelsaison mitteilte. Eine gewöhnliche Ernte erbringt rund 90 000 Tonnen Äpfel in Sachsen, in diesem Jahr wird das Ernteergebnis auf rund 75 000 bis 80 000 Tonnen geschätzt. Damit läge das Ergebnis aber immer noch über dem des Vorjahres (70 000 Tonnen). 2017 hatten ungünstige Witterung während der Apfelblüte zu Einbußen geführt.

«Für die sächsischen Obstbauern ist es Jahr für Jahr eine Herausforderung, den Naturrisiken durch Initiativen, Innovationen und großem Engagement die Stirn zu bieten», sagte Frank Pfeil, Staatssekretär im sächsischen Agrarministerium. Er ist überzeugt, dass wetterbedingte Extreme in Zukunft zunehmen werden. Daher unterstütze die Landesregierung Forschungsvorhaben in enger Zusammenarbeit mit der Praxis auf klima- und standortangepasste Sorten, die Frost- oder Trockenheitsperioden besser überstehen, betonte Pfeil.

Der Apfel ist in Sachsen die wichtigste Obstkultur. Die angebaute Fläche (knapp 2500 Hektar) nimmt 60 Prozent der gesamten Obstbaufläche im Freistaat ein.

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