Arbeitslose in Sachsen seltener auf Hartz IV angewiesen

Berlin/Dresden (dpa/sn) - In Sachsen sind etwas weniger Arbeitslose auf die Grundsicherung angewiesen als im ostdeutschen Durchschnitt. Voriges Jahr bezogen 69,5 Prozent der 140 350 betroffenen Männer und Frauen im Freistaat Hartz IV. Im ostdeutschen Schnitt liegt der Anteil bei 70,6 Prozent. Gut 30 Prozent der Joblosen im Freistaat erhielten hingegen das anteilig aus dem letzten Lohn errechnete Arbeitslosengeld I. Das geht aus einer Übersicht der Bundesagentur für Arbeit hervor, auf welche die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann aufmerksam machte.

Im direkten Ländervergleich landet Sachsen im Mittelfeld. In Thüringen (64,6 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (67,1 Prozent) waren deutlich weniger Arbeitslose auf Hartz IV angewiesen. In Brandenburg (70,2 Prozent), Sachsen-Anhalt (72,2) und Berlin (74,6) war der Anteil höher. Bundesweit bekamen knapp zwei Drittel Hartz IV.

Im Jahresvergleich ging die Zahl der Arbeitslosen, die nur Grundsicherung bekamen, in Sachsen zudem stark zurück. Waren 2016 im Schnitt noch 115 800 Betroffene auf Hartz IV angewiesen, so waren es ein Jahr später fast 18 200 weniger. Die Entwicklung war stärker als der allgemeine Rückgang der Arbeitslosigkeit. Dabei sank auch der Anteil der Hartz-IV-Empfänger an allen Arbeitslosen im Freistaat um 3,8 Prozentpunkte.

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