Chemnitz ist Vorzeigebetrieb im Motorenbau

Die Motorenwerke in Chemnitz haben eine lange Tradition. Veraltet ist die Fertigung jedoch nicht. Das Volkswagen-Werk nimmt sogar eine Vorbildrolle in dem internationalen Automobilkonzern ein.

Chemnitz.

Geht es um die neue Motorengeneration bei Volkswagen, blicken die Verantwortlichen des Automobilkonzerns aus aller Welt nach Chemnitz. Die Werksleiter aus den verschiedensten Ländern, in denen VW Komponenten für seine Fahrzeuge herstellt, besichtigten am Donnerstag das Motorenwerk in Chemnitz. Im besonderen Blickpunkt stand dabei der 20.000 Quadratmeter große Erweiterungsbau für Produktion und Logistik. Dafür hat der Automobilhersteller in den vergangenen Jahren rund 17 Millionen Euro in den Standort Chemnitz investiert.

"Das Werk in Chemnitz hat für den Motorenbau der neuen Generation EA 211 eine Leitfunktion für den gesamten Konzern", erklärte Werner Neubauer, Mitglied des Markenvorstandes Volkswagen Pkw. So kämen Mitarbeiter aus den VW-Motorenwerken aus Indien oder China, um sich ein Beispiel an der Herstellung zu nehmen. "Die Belegschaft und das Werk in Chemnitz ist äußerst flexibel und arbeitet innovativ", lobte Neubauer. Wissen und neue Kenntnisse kämen aus Sachsen und würden in anderen Volkswagen-Werken weltweit übernommen.

Zur Inbetriebnahme des Erweiterungsbaus an der schon bestehenden Fertigungshalle erhielt der Standort am Donnerstag von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen das Zertifikat in Gold. Teil des nachhaltigen Umbaus sind unter anderem ein Regenrückhaltebecken unter dem Parkhaus, eine Wärmetauschanlage und ein Spiegelsystem, das natürliches Sonnenlicht in Werksbereiche leitet, wo sonst kein Tageslicht hinkommen würde. Ein Tunnel verbindet zudem den alten und den neuen Teil der Betriebsstätte, der nach 14 Monaten Bauzeit nun vollständig für die Fertigung genutzt wird. Die Drei- und Vier-Zylinder-Motoren können dadurch von den einzelnen Teilen bis hin zum fertigen Aggregat in einem Gebäude produziert werden. Neubauer bezeichnete den Umbau als Musterbeispiel für Bestandshallen. "In neu gebauten Werken wie in Chattanooga in den USA lassen sich nachhaltige Konzepte einfacher umsetzen als in Fertigungsstätten wie dem Werk in Chemnitz, die es schon länger gibt."

Volkswagen beschäftigt in Chemnitz rund 1500 Mitarbeiter. Laut Markenvorstand Neubauer sollen sie auch in Zukunft eine wichtige Rolle im Konzern einnehmen.

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