Droht neue Abwanderungswelle durch Azubi-Mindestlohn?

Sachsens Handwerkstag warnt vor katastrophalen Folgen durch den Plan der Bundesregierung. Anderen geht er nicht weit genug.

8Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    0
    Einspruch
    21.11.2018

    Ach so, wer Glück hatte, hatte heute frei. Wer Pech hatte wie unserere jungen Bekannten, der musste heute trotz Feirtag unter fadenscheinigen Gründen arbeiten, ohne Zuschläge. Meine erste Frage war, kommt der Chef mit rein? Ist was unaufschiebar dringendes zu erledigen? Zweimal nein, war die Antwort.
    Man solle sich nicht so haben und in anderen BL würde ja auch gearbeitet, hätten sie zur Antwort bekommen.
    Ich habe ihnen empfohlen, dem Osten auch den Rücken zu kehren und sich bei Gelegenheit für diese Behandlung erkenntlich zu zeigen.
    Fachkräftemangel, da kann ich nur lachen. Eher Mängel bei Mitarbeiterführung und Einhaltung der Gesetzeslage und Zurückhaltung bei der Entlohnung. aber dann Jammern, wenn die Motivation im Keller ist oder die Leute sich nach was anderem umschauen.

  • 0
    3
    Interessierte
    21.11.2018

    Warum spricht sich denn diese kompetente Bundesregierung nicht einmal mit den jeweiligen Fachleuten ab , bevor die was entscheiden ...

    Bevor die Kirche im Mauerstreifen gesprengt wurde , hatte der Honecker auch gefragt , braucht ihr die noch : "Nein" ....

  • 3
    0
    Einspruch
    20.11.2018

    Der Fachkräftemangel, sollte es ihn geben, dauert hoffentlich noch etwas an. Dann besteht die Hoffnung, das man erkennt, das auch Arbeit im Handwerk und ein Azubi etwas wert sind. Und das die auch von ihrer Arbeit anständig leben können, falls sich das mal in echter Lohnentwicklung zeigt.

  • 3
    0
    cn3boj00
    20.11.2018

    Wie haben die gleiche Leute über den Mindestlohn gejammert. Nun jammern sie wieder... nein, das ist kein Jammern, das ist Hetze. Wer soziale Verbesserungen zulasten der Reicheren fordert bringt Deutschland in Gefahr, ist also fast schon ein Verbrecher. Die Dieselkrise bringt unsere Autoindustrie zum Erliegen und führt damit zum Staatsbankrott - genau so eine Parole. Man will das Volk einfach unten halten, damit Reiche immer reicher werden. Das fängt inzwischen beim Kleinunternehmer an, der keine Lehrlinge bezahlen kann, aber einen 7er fährt und eine 8-Zimmer Villa bewohnt. Ja es sind nicht alle, und manche Handwerker haben wirklich Probleme - aber nicht weil sie ordentlichen Lohn zahlen sollen, sondern von den Branchenprimussen klein gehalten werden. Oder glaubt jemand, die Familie Klier wohnt zur Miete? Darum soll sich der Handwerkertag mal kümmern!

  • 2
    1
    Zeitungss
    20.11.2018

    Die zukünftigen Fachkräfte sollen schon einmal wissen, wie es im Hochlohnland Sachsen in Zukunft mit der Bezahlung ist, um die Enttäuschung in Grenzen zu halten. Sie sollten bereits heute wissen, Fa. XY & Sohn -- sehr viel Arbeit - wenig Lohn. Damit dürfte der Fachkräftemangel in Zukunft der Geschichte angehören, glauben zumindest die Vordenker der Handwerkerschaft.
    Vermutlich erleben wir noch den Tag, wo Lohnzahlung eine Kannbestimmung ist und vom Staat rechtlich untermauert wird, Gedanken im Kämmerchen gibt es sicherlich schon. Wenn es funktioniert, werden die gebrauchten Länder sicherlich diesen Fortschritt aufgreifen und in die Tat umsetzen, man kann auch vom Osten mal was Brauchbares übernehmen, oder ???

  • 4
    0
    Freigeist14
    20.11.2018

    Schon etwas grotesk : Heute die FP - Sonderbeilage "Besser Leben" die von mehr Zufriedenheit und Glück in Sachsen berichtet und auch die gestiegenen(?) Löhne als Indikator dafür aufführt . Und dann landet man im Wirtschaftsteil wieder auf den Boden der Tatsachen,wenn vor einem Azubi - Mindestlohn gewarnt wird .

  • 7
    0
    Pedaleur
    20.11.2018

    "Wir befürchten, dass durch die staatlichen Interventionen eine neue Abwanderungswelle von Ost nach West immer wahrscheinlicher wird." Das ist doch verkehrte Welt. Ich dachte immer, die Abwanderungswelle hatte vor allem auch damit zu tun, dass man in den gebrauchten Bundesländern wesentlich mehr Geld verdienen konnte. Als Maler hatte ich 1994, wenn ich es noch richtig weiß, 450 DM im ersten Lehrjahr. Im "Westen" war das wesentlich mehr, ich hörte von 720 DM Einstieg.
    Ansonsten gebe ich Deluxe volle Zustimmung. Das Handwerk ist DER Mahner, wenn es um fehlenden Nachwuchs und offene Lehrstellen geht. Bei MDR hieß es gestern, dass Friseurlehrlinge um die 200 Euro im ersten Lehrjahr bekommen. Das ist eine Aufwandsentschädigung! Arbeiten dürfen sie sicherlich wie alle anderen vollumfänglich mit Überstunden und Co. Andere Gewerke steigen höher ein und die Spanne zur geforderten Mindestvergütung reduziert sich massiv, was auf 's Jahr gerechnet zu verkraften sein dürfte. Das klingt nach: Hauptsache was gesagt haben und das Billiglohnland Sachsen muss erhalten bleiben, weil: Sonst wandern die Leute ab!

  • 10
    0
    Deluxe
    20.11.2018

    Gibt es nun Fachkräftemangel und Nachwuchssorgen im Handwerk oder nicht?

    Entweder haben die Betriebe bisher gelogen oder sie lügen jetzt. Nur eins von beidem kann nämlich stimmen:
    Entweder sie suchen händeringend Nachwuchs, dann müssen sie die Leute auch anständig bezahlen.
    Oder es gibt keinen Fachkräfte- und Personalmangel im Handwerk, dann können die Betriebe aber auch aufhören darüber zu jammern.



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