Dulig begrüßt teilweise Wiedereinführung der Meisterpflicht

Dresden (dpa/sn) - Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hat die teilweise Wiedereinführung der Meisterpflicht für Handwerksberufe als ein richtiges Signal an das Handwerk und die Verbraucher bezeichnet. «Unsere Meister und Meisterinnen stehen für Qualitätsarbeit, Fleiß und Verantwortung», sagte Dulig am Freitag in Dresden. Der Meistertitel sei kein Schlussstein, sondern das Fundament für einen erfolgreichen Handwerksbetrieb, der sich im Idealfall über Generationen hinweg behaupte.

2004 war die Meisterpflicht für die Gründung eines Handwerksbetriebes für 53 Berufe abgeschafft worden. Der Bundesrat hat nun beschlossen, sie vom 1. Januar 2020 an in zwölf davon wieder einzuführen. Dies betrifft Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Betonstein- und Terrazzohersteller, Estrichleger, Behälter- und Apparatebauer, Parkettleger, Rollladen- und Sonnenschutztechniker, Drechsler/Holzspielzeugmacher, Böttcher, Raumausstatter, Glasveredler, Orgel- und Harmoniumbauer sowie Schilder- und Lichtreklamehersteller.

Das Hauptkriterium für die Wiedereinführung der Meisterpflicht ist nach Angaben aus dem sächsischen Wirtschaftsministerium der Schutz «für Leben und Gesundheit». Bei den Gewerken Orgel- und Harmoniumbauer, Böttcher und Drechsler/Holzspielzeugmacher stehe der «Schutz immateriellen und materiellen Kulturguts» im Fokus. Handwerksbetriebe, die seit 2004 ohne Meisterpflicht gegründet worden sind, sollen Bestandsschutz bis zum Inhaberwechsel haben.

Erfreut von dem Beschluss des Bundesrates reagierte auch der Sächsische Handwerkstag. Dies sei eine langjährige Forderung gewesen und von der Unternehmerschaft im sächsischen Handwerk mit Genugtuung aufgenommen worden, sagte Präsident Roland Ermer. «Wir hoffen, dass dies ein Auftakt für weitere derartige Initiativen in der Zukunft ist.»

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